Walliser Alpen 2012 – Breithorn (4164 m.)  +  Castor (4223 m.)  +  Liskamm Westgipfel (4479 m.)  +  Schneedomspitze (4272 m.)  +  Vincent-Pyramide (4215 m.)  +  Balmenhorn (4167 m.)  +  Ludwigshöhe (4341 m.)

stefanmitterer.de

„Vom Breithorn zum Monte Rosa“ – Walliser 4000er (by fair means)

11. August  -  15. August 2012

[Bild: Liskamm Westgipfel 4479 m. und Ostgipfel 4527 m. - von Südwesten  -  links im Hintergrund Rimpfischhorn 4199 m. und Strahlhorn 4190 m.]

Fünf-Tages-Tour in die Walliser Alpen. Aufstieg von Zermatt zur Gandegghütte. Am nächsten Tag Besteigung des Breithorn Westgipfels (by fair means) mit anschließendem Abstieg zum Rifugio Guide della Val D`Ayas. Am darauffolgenden Tag Besteigung und Überschreitung des Castors sowie Besteigung des Liskamm Westgipfels mit anschließendem Abstieg zum Rifugio Quintino Sella. Am nächsten Tag Besteigung und Überschreitung der Schneedomspitze, Querung des Ghiacciaio del Lis orientale und Besteigung der Vincent-Pyramide mit anschließendem Abstieg zur Capanna Gnifetti. Am darauffolgenden Tag Besteigung des Balmenhorns und der Ludwigshöhe mit anschließendem Abstieg über den Grenzgletscher zur Monte-Rosa-Hütte. Von dort über Grenz – und Gornergletscher zur Station Rotenboden des Gornergrates mit anschließender Fahrt nach Zermatt.

Walliser Alpen 2012 - Gesamtübersicht

organisiert von Oliver Fuhrmann und durchgeführt im Rahmen einer „DAV-Sektion Trostberg – Hochtourengruppe-Tour“  (8 Teilnehmer)

[Bild: Castor 4223 m. - gesehen vom Aufstieg zum Liskamm Westgipfel]

3. Tag        Rifugio Guide della Val D`Ayas  -  Grande Ghiacciaio di Verra  -  Zwillingsjoch  -  Castor  -  Felikhorn  -  Zwillingsgletscher  -  Liskamm West  -  Zwillingsgletscher  -  Felikjoch  -  Ghiacciaio di Felik  -  Rifugio Quintino Sella al Felik

Schwierigkeit:   Castor:  PD  oder  WS   /   Liskamm Westgipfel:  PD+  oder  WS+

Charakter:  Beim Aufstieg vom Zwillingsjoch zum Castor über die Nordwestflanke – Firnhänge zwischen 40-45° Grad Steilheit (je nach Verhältnissen auch bis zu 50° Grad!) mit sehr geringer Spaltengefahr. Zustieg vom Rifugio Guide della Val D`Ayas zum Zwillingsjoch technisch unschwierig, aber durchaus spaltig. Aufstieg zum Castor meist gespurt und – bei guten Firnverhältnissen – objektiv sicher. Die Überschreitung über den südöstlichen Vorgipfel und das Felikhorn hin zum Felikjoch führt über teils schmale – jedoch landschaftlich großartige – Firngrate, ist technisch vollkommen unschwierig und bei guten Verhältnissen ein alpiner Hochgenuss! Der Zustieg zum Liskamm Westgipfel erfolgt vom Felikjoch über das oberste und weitgehend ebene Firnbecken des Zwillingsgletschers. Meist findet man eine gute Spur vor, zudem herrscht nur sehr geringe Spaltengefahr. Beim Gipfelaufstieg zum Liskamm Westgipfel schmale, teils ziemlich ausgesetzte und luftige Firngrate – bzw. Flanken. Besonders anspruchsvoll sind der hochalpine Firngrat nach dem Südwestgratgipfel (Punkt 4201 m.) sowie die 45-50° Grad steile Westflanke, die es komplett zu queren gilt. Aufstieg über den obersten Firngrat zum westlichen Vorgipfel (Punkt 4447 m.) und weiter zum Westgipfel bis zu 40° Grad steil und häufig vereist, jedoch technisch unschwierig. Bei schlechten objektiven Verhältnissen wie Blankeis oder verwehter Spur wird der Liskamm Westgipfel rasch hochriskant – Anforderungen dann deutlich höher (ggf. Sicherung über Eisschrauben anzuraten!)  -  Abstieg vom Felikjoch zum Rifugio Quintino Sella über – je nach Verhältnissen –etwa 35° Grad steile Firnhänge (im unteren Teil ausgeapert) – technisch unschwierig, jedoch nicht spaltenfrei (Anseilen auf dem Ghiacciaio di Felik unbedingt zu empfehlen!)  -  Der gesamte Abschnitt – Zwillingsjoch-Castor-Felikjoch-Liskamm Westgipfel – kann seilfrei bzw. unangeseilt begangen werden, da die Spaltensturzgefahr dort gegen Null geht! Beide Gipfel – Castor und Liskamm West – erfordern grundsätzlich nur das sichere Begehen mittelsteiler Firngrate – bzw. Flanken, nichtsdestotrotz ist umfassende alpine Erfahrung sowie die entsprechende Ausrüstung (Steigeisen, Eispickel usw.) unbedingt erforderlich. Beide Spitzen sind zwei ungemein schöne und eindrucksvolle Eisgipfel – die Aussichten auf die umliegenden Walliser 4000er (Matterhorn, Dent d’Hérens, Dent Blanche, Obergabelhorn, Zinalrothorn, Weisshorn, Mischabelgruppe, Rimpfischhorn, Strahlhorn und vor allem der Monte Rosa) – die gewaltigen Eisströme von Gorner – / Grenz – und Zwillingsgletscher sowie die scheinbar endlosen Weiten der Poebene mit dem Gran Paradiso und dem Mont Blanc am Horizont – sind absolut grandios!

Gefahren:  Bei Neuschneelage herrscht in der Castor Nordwestflanke auch im Hochsommer nicht selten akute Lawinengefahr – dann sind die Anstiege über den Nordwestgrat (AD, technisch deutlich anspruchsvoller!) oder über den Südostgrat vom Felikjoch her zu bevorzugen. Je nach Firnsteilheit können die Flanken und Grate bei Blankeis für normal belastbare Hochtourengeher rasch unbegehbar werden – die relativ moderaten Anforderungen gelten nur bei guten objektiven Bedingungen. Bei Nebel oder verwehter Spur auf dem oberen Firnbecken des Zwillingsgletschers schwierige Orientierung. Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Aufstieg zum Liskamm Westgipfel unbedingt seilfrei durchgeführt werden sollte, da – vor allem beim Gehen am kurzen Seil – ein eventueller Absturz in der luftigen, hochalpinen und teilweise recht ausgesetzten bzw. bis zu 45° Grad steilen Westflanke (sowie beim Firngrat nach dem Südwestgratgipfel!) das Mitreißen aller anderer Tourenteilnehmer zur Folge hätte. Ohne eine hundertprozentige Trittsicherheit bzw. Schwindelfreiheit geht hier gar nichts – ebenso sollte es nicht unbedingt die erste große Hochtour sein, ein sehr sicherer Umgang mit Steigeisen und Pickel ist zwingend erforderlich. Bei Blankeis wird der Anstieg sehr schnell hochriskant bis gar unmöglich, es sein denn, man bringt die entsprechende Ausrüstung (sowie das Wissen sie anzuwenden) mit. Der Castor Südostgrat und – noch mehr – der Liskamm Westgrat sind gelegentlich mit Wechten bestückt. Bei aller Selbstständigkeit, die bei diesen Gipfeln erforderlich ist, sollte eins klar sein: Der Zustieg zum Zwillingsjoch über den Grande Ghiacciaio di Verra sowie der Abstieg vom Felikjoch zum Rifugio Quintino Sella sollten nur angeseilt durchgeführt werden – auf beiden Gletschern herrscht (wenn auch relativ geringe) Spaltensturzgefahr. Beide Gipfel sind daher nichts für Solisten!

Früh am Morgen machen wir uns auf den Weg Richtung Zwillingsjoch.

[Bild: Früh am Morgen geht es los]

Von der Hütte geht es in wenigen Minuten auf einem felsigen Pfad an den Rand des Gletschers. Wir montieren die Steigeisen, seilen uns an und beginnen – zusammen mit einigen anderen Gruppen – den Aufstieg. Über einen zu dieser Zeit noch hartgefrorenen Firnhang geht es bergauf zur ausgeaperten Spaltenzone – nordöstlich des markanten Felsgipfels. Vorsichtig – aber problemlos – überqueren wir dieses erste Hindernis.

[Bild: Inmitten der Spaltenzone oberhalb der Hütte - rechts im Hintergrund der Pollux 4092 m.]

[Bild: Blick zum eisgepanzerten Castor 4223 m.]

Anschließend steigen wir – mit gebührendem Abstand zu den Gletscherbrüchen zu unserer Linken – über eine nur mäßig geneigte Firnfläche schräg bergauf.

[Bild: Aufstieg in Richtung Zwillingsjoch - links der Pollux 4092 m. und rechts der Castor 4223 m.]

Über die Flanke rechts der Gletscherbrüche geht es in Serpentinen (das Gelände erlaubt bei guten Verhältnissen mehrere Aufstiegsvarianten) aufwärts in eine leicht geneigte Mulde.

[Bild: Über mäßig steile Firnflanken steigen wir in Kehren weiter bergauf - rechts im Hintergrund der Castor 4223 m.]

[Bild: Nur der Gran Paradiso 4061 m. in der Ferne wird bereits von der Sonner erhellt]

Während einige andere Seilschaften die oberen Brüche des Grande Ghiacciaio di Verra in einem Linksbogen umgehen, um anschließend den Pollux (4092 m.) zu besteigen, geht es für uns über sanft geneigte Firnflächen unschwierig weiter bis in den Bereich unterhalb des Zwillingsjochs.

[Bild: Den Castor 4223 m. vor Augen, geht es über weite Firnflächen bis unterhalb des Zwillingsjochs]

Von hier könnte man theoretisch ebenfalls den Pollux angehen (Südostgrat, PD oder WS, Eis bis 45/50° Grad, heikel-brüchiger Fels bis II/II+)

[Bild: Pollux 4092 m.]

Unser Ziel ist aber sein höherer Zwilling – der eisgepanzerte Castor (4223 m.)  -  da die Verhältnisse in der Nordwestflanke des Berges gut und die Spaltensturzgefahr minimal sind, nehmen wir das Seil ein – jeder geht ab sofort wieder für sich. Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf Richtung Gipfelaufbau.

[Bild: Anstieg zur Castor Nordwestflanke]

Über einen mäßig steilen Firnhang steige ich bergauf – anschließend geht es rechts um einen kleinen Gletscherbruch herum. In etwa 35° Grad steilem Firn folge ich der breit ausgetretenen Spur schräg nach links hinauf. Nach kurzer Zeit geht es in einem Rechtsbogen zwischen zwei harmlosen Gletscherbrüchen bergauf.

[Bild: Blick Richtung Dom, Täschhorn und Alphubel  -  in der Ferne die Berner Alpen]

[Bild: In der Castor Nordwestflanke]

[Bild: Blick zurück zum Pollux 4092 m.  - dahinter Schwarzfluh, Breithorn Zwillinge und Breithorn Mittelgipfel  -  im Hintergrund Dent d`Hérens, Matterhorn und (ganz rechts) Weisshorn] 

[Bild: Blick zurück zum Grande Ghiacciaio di Verra  -  in der Ferne Grivola 3969 m. - Mont Blanc 4810 m. - Grand Combin 4314 m. und Dent d`Hérens 4171 m.  -  von links nach rechts]

Im Folgenden leitet die breite Spur über den oberen Teil der Nordwestflanke konstant aufwärts – nur an einigen Stellen erreicht das Gelände eine Firnsteilheit von etwa 40° Grad, meistens sind es um die 35° Grad.

[Bild: In der Castor Nordwestflanke]

Schließlich geht es im Zick-Zack bergauf zum oberen Teil des Südwestgrates.

[Bild: Eine Zick-Zack-Spur leitet über den oberen Teil der Nordwestflanke bergauf]

[Bild: Fernblick in Richtung Poebene]

[Bild: Über den obersten Teil des Südwestgrates geht es in Richtung Gipfel]

Auf einem breiten Firnrücken – der weiter oben etwas schmaler wird (aber technisch vollkommen unschwierig ist) – steige ich das letzte Stück hinauf zum Gipfel des Castor (4223 m.)

[Bild: In der Mitte der Pollux 4092 m. - dahinter das Breithorn-Massiv  -  im Hintergrund Dent d`Hérens, Matterhorn, Dent Blanche, Ober Gabelhorn, Zinalrothorn und Weisshorn - von links nach rechts]

[Bild: Tiefblick über den Südwestgrat - in der Ferne der Gran Paradiso 4061 m.]

Nach etwa 2,5 Stunden haben wir unseren zweiten 4000er bestiegen – ebenso wie das Breithorn technisch vollkommen unschwierig bzw. ohne Kletterei. Die Aussicht vom Castor – inmitten weiter Gletscherflächen und Firnflanken – ist fantastisch: Im Nordosten der wuchtige (den Monte Rosa verdeckende) Liskamm mit dem oberen, praktisch ebenen Firnplateau des Zwillingsgletschers, welcher aber nach Norden hin (Richtung Grenzgletscher) wilde und zerrissene Spaltenzonen bzw. Gletscherbrüche zeigt. Im Norden erkenne ich Strahlhorn, Rimpfischhorn, Allalinhorn, Alphubel sowie die Mischabelgruppe. Im Nordwesten bzw. Westen – Weisshorn, Zinalrothorn, Obergabelhorn, Dent Blanche, Matterhorn und Dent d’Hérens. Westlich unmittelbar angrenzend – Pollux, Schwarzfluh, Breithornzwillinge sowie Breithorn Mittel – bzw. Hauptgipfel. Neben den nahen Zermatter 4000ern sind auch Mont Blanc und Gran Paradiso erkennbar. Beeindruckend sind zudem auch die schier endlosen Weiten der Poebene im Süden.

[Bild: Schier endlos weiter Fernblick Richtung Poebene - in der Ferne die Grajischen Alpen mit dem alles dominierenden Gran Paradiso 4061 m.]

[Bild: Blick zum eisigen Liskamm-Massiv  -  links der Westgipfel 4479 m. - rechts der Ostgipfel 4527 m. - daneben Schneedomspitze 4272 m. und (dahinter) Vincent-Pyramide 4215 m.]

[Bild: Auf dem Gipfel des Castors 4223 m.  -  im Hintergrund der Verbindungsgrat zum südöstlichen Vorgipfel  -  in der Ferne die Poebene]

[Bild: Auf dem Gipfel des Castors 4223 m.  -  im Hintergrund Dent d`Hérens, Matterhorn, Dent Blanche und (ganz rechts) Weisshorn]

[Bild: Im Vordergrund der Pollux 4092 m.  -  dahinter die Gipfel des Breithorn-Massivs  -  im Hintergrund Matterhorn, Dent Blanche, Ober Gabelhorn, Zinalrothorn und Weisshorn]

[Bild: Tiefblick zum Grande Ghiacciaio di Verra  -  rechts die Gipfel des Breithorn-Massivs  -  in der Ferne Mont Blanc, Grand Combin, Dent d`Hérens, Matterhorn und Dent Blanche]

[Bild: Gruppenfoto - Auf dem Gipfel des Castors 4223 m.]

Zusammen mit 2-3 anderen Gruppen (wodurch es auf dem Gipfel bereits etwas eng wird) genießen wir die grandiose Aussicht, nach etwa 20 Minuten machen wir uns jedoch auf den Weg Richtung Felikjoch. Da wir noch für längere Zeit auf Gletschern unterwegs sein werden, wollen wir nicht allzu viel Zeit verlieren.

[Bild: Blick über den Firngrat in Richtung südöstlicher Vorgipfel - links im Hintergrund die Vincent-Pyramide 4215 m.]

[Bild: Blick zum Liskamm  -  Westgipfel 4479 m. - Ostgipfel 4527 m. - Schneedomspitze 4272 m. und Vincent-Pyramide 4215 m.  -  von links nach rechts]

Vom Gipfel geht es auf einem Firngrat (bei schlechten Verhältnissen Vorsicht wegen eventueller Wechten!) zunächst ein Stück bergab – und anschließend in kurzem Gegenanstieg auf den wenig selbstständigen südöstlichen Vorgipfel (4185 m.) des Castors.

[Bild: Auf dem südöstlichen Vorgipfel 4185 m.  -  rechts im Hintergrund der Hauptgipfel 4223 m.  -  links in der Ferne Grand Combin 4314 m. und Dent d`Hérens 4171 m.]

[Bild: Auf dem südöstlichen Vorgipfel des Castors - mit Blick zum Liskamm]

Wir folgen dem – teilweise etwas schmalen, jedoch technisch unschwierigen und landschaftlich großartigen – Firngrat weiter zum Felikhorn (4174 m.)  -  einem weiteren Nebengipfel des Castors  -  von wo aus es noch ein kurzes Stück bergab zu einer mit kleinen Felsplatten und Blockwerk bedeckten Zone geht.

[Bild: Ein Firngrat leitet zum Felikhorn  -  im Hintergrund Schneedomspitze und Vincent-Pyramide]

[Bild: Abstieg vom Felikhorn zu der mit Felsplatten und Blockwerk bedeckten Zone]

Dort machen wir (etwas abseits der anderen Gruppen) eine kurze Pause, in der wir das weitere Vorgehen besprechen. Da wir gut in der Zeit liegen, Wetter – bzw. Firnverhältnisse optimal sind und die Motivation ebenfalls stimmt – beschließen wir, dass fünf von uns den Liskamm Westgipfel (4479 m.) angehen werden und die restlichen drei (denen der Castor für heute genug war) zur Hütte absteigen werden. Auch mich reizt der Liskamm sehr und so bin ich froh, dass sich unerwarteterweise diese tolle Möglichkeit auftut.

[Bild: Blick zum eisgepanzerten Liskamm - links der Westgipfel 4479m. - rechts der Ostgipfel 4527 m. - ganz rechts Schneedomspitze 4272 m. und Vincent-Pyramide 4215 m.]

Unser Tourenleiter Oliver ist der Meinung, dass wir uns für die Überquerung des obersten Gletscherbeckens des Zwillingsgletschers – aufgrund der praktisch nicht vorhandenen Spalten – nicht anseilen müssen. Daher machen wir uns zu fünft – jeder für sich – auf den Weg Richtung Liskamm.

[Bild: Liskamm Westgipfel 4479 m. und Ostgipfel 4527 m.  -  davor das oberste Becken des Zwillingsgletschers  -  links Rimpfischhorn und Strahlhorn  -  rechts die Schneedomspitze]

Während die anderen drei der breiten Spur zum Felikjoch folgen, steigen wir schräg nach links über einen Firnhang abwärts. Anschließend leitet eine Spur quer über die weiten und ebenen Firnflächen des oberen Zwillingsgletschers in nordöstliche Richtung. Wir befinden uns auf etwa 4100 Meter Höhe – es wird wohl nicht viele vergleichbar-eindrucksvolle Gletscherplateaus in solcher Höhe in den Alpen geben.

[Bild: Auf dem Weg zum Liskamm Westgipfel]

[Bild: Auf dem obersten Becken des Zwillingsgletschers  -  im Hintergrund der Castor 4223 m.]

Immer der Spur folgend, geht es schließlich links (nördlich) um den Liskamm Südwestgratgipfel (4201 m.)  -  welcher theoretisch auch überschritten werden kann  -  herum und anschließend schräg über eine etwa 35° Grad steile Firnflanke bergauf zu einem Sattel.

[Bild: Mit Blick zur eisgepanzerten Liskamm Westflanke geht es über mäßig steile Firnflanken schräg nach rechts bergauf]

[Bild: Der Südwestgratgipfel 4201 m. wird umgangen (oder optionalerweise überschritten)  -  im Hintergrund der Castor 4223 m.]

[Bild: Liskamm Ostgipfel 4527 m. und Schneedomspitze 4272 m.  -  davor der Ghiacciaio del Lys occidentale]

[Bild: Tiefblick zum Zwillingsgletscher  -  links Pollux, Schwarzfluh und Breithorn Zwillinge  -  in der Ferne Dent d`Hérens, Matterhorn, Dent Blanche, Ober Gabelhorn, Zinalrothorn und Weisshorn  -  rechts der Gornergletscher]

[Bild: Blick zum Gipfelaufbau des Liskamm Westgipfels - der schmale Firngrat leitet zur Westflanke]

War der Aufstieg bis hierhin vollkommen unschwierig, steigen nun die Anforderungen – wie auch die Risiken – enorm an. Von dem Sattel geht es über einen Firngrat steil bergauf Richtung Gipfelaufbau. Weiter oben wird der Grat ziemlich schmal, luftig und ausgesetzt – wer hier angeseilt stürzt, reißt seine/n Partner unter Garantie mit. Die nördlich zum Zwillingsgletscher abbrechende Firnflanke ist etwa 50-55° Grad steil und extrem hart – ein Sturz könnte wohl nur schwer gebremst werden. Und einige hundert Meter tiefer warten die Spalten und Gletscherbrüche des Zwillingsgletschers. Insgesamt eine durchaus anspruchsvolle Passage, bei Blankeis oder verwehter Spur kommt man hier ums Sichern über Eisschrauben nicht vorbei! Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier unbedingt erforderlich – stolpert man nicht, gibt’s aber auch keine Probleme.

[Bild: Luftigkeit und Eleganz charakterisieren diesen ausgesetzten Firngrat]

[Bild: Dieser äußerst schmale Firngrat erfordert große Umsicht und Konzentration  -  im Hintergrund der Castor 4223 m.]

Nach dem luftigen – dafür aber auch sehr kurzen – Firngrat treffen wir auf eine andere Gruppe, welche beim Abstieg vom Liskamm Westgipfel ist. Sie sind angeseilt und begehen anschließend – zu Olivers blankem Entsetzen – auch den Firngrat als Seilschaft. Auch ich kann kaum hinsehen, jeden Moment könnte einer der Bergsteiger stürzen und alle anderen mit in den Tod reißen – glücklicherweise bewältigen sie aber diese knifflige Stelle ohne Zwischenfall.

[Bild: Kurze Pause nach dem luftigen Firngrat - im Hintergrund Castor 4223 m. und Pollux 4092 m.]

Für uns geht es dagegen weiter bergauf. Zunächst folgen wir einer deutlichen Spur über eine etwa 35° Grad steile Firnflanke schräg nach links hinauf in die Westflanke. Anschließend folgt die zweite recht anspruchsvolle Passage des heutigen Tages – wir müssen die – in ihrem mittleren Teil über 45° Grad steile – Liskamm Westflanke komplett queren. Auch das ist mehr eine Frage der Psyche bzw. der Firnverhältnisse. Mir persönlich bereitet dieser Teil des Aufstiegs viel Freude (was natürlich nicht zuletzt am Wetter sowie an den guten Firnverhältnissen liegt)

[Bild: Querung der Liskamm Westflanke  -  im Hintergrund Dent Blanche, Ober Gabelhorn und Zinalrothorn]

[Bild: In der steilen Liskamm Westflanke]

Nach der langen Querung erreichen wir schließlich den breiten Westgrat.

[Bild: Auf dem Liskamm Westgrat  -  im Hintergrund der Zwillingsgletscher - darüber Castor und Pollux  -  rechts das Matterhorn  -  am Horizont der Mont Blanc]

[Bild: Castor 4223 m.]

In etwa 40° Grad steilem Firn steigen wir weiter bergauf – es sei darauf hingewiesen, dass weniger gut akklimatisierte Menschen hier große konditionelle Probleme bekommen können, denn dieses letzte Steilstück (oberhalb von 4300 Metern) ist schon recht mühsam bzw. anstrengend.

[Bild: Aufstieg über den Liskamm Westgrat]

Über den zunächst noch breiten Westgrat geht es immer weiter aufwärts.

[Bild: Kurz vor dem westlichen Vorgipfel - dahinter der Liskamm Westgipfel 4479 m.  -  links Nordend 4609 m. und Dufourspitze 4634 m.  -  rechts der Liskamm Ostgipfel 4527 m.]

Weiter oben wird der Grat schließlich schmaler – zuletzt leitet die Spur aufwärts zum westlichen Vorgipfel (4447 m.) und über einen anschließenden Firngrat sowie eine letzte Flanke geht es bergauf zum Liskamm Westgipfel (4479 m.)

[Bild: Eine Firnrampe leitet hinauf zum Liskamm Westgipfel]

[Bild: Liskamm Westgipfel 4479 m.  -  links das Monte-Rosa-Massiv mit Dufourspitze, Zumsteinspitze, Signalkuppe und Parrotspitze  -  in der Mitte der Verbindungsgrat zum Liskamm Ostgipfel 4527 m.]

Die Aussicht von diesem elfthöchsten Gipfel der Alpen ist grandios: Im Osten der imposante Monte Rosa mit seinen langen und zerrissenen Eisströmen Gorner – und Grenzgletscher. Weiter im Norden Strahlhorn, Rimpfischhorn, Allalinhorn, Alphubel und Täschhorn. Im Nordwesten Weisshorn, Zinalrothorn, Obergabelhorn und Dent Blanche. Im Westen das (um einen Meter niedrigere!) Matterhorn sowie die Dent d’Hérens. In der Ferne erkenne ich Mont Blanc und Gran Paradiso – wohingegen die Poebene – wie praktisch alles unterhalb von 4000 Metern (bis auf das Mattertal) – mittlerweile unter einer dichten Wolkendecke verschwunden ist. Vom Liskamm Westgipfel fällt der Blick über den schmalen und ausgesetzten Verbindungsgrat zum Ostgipfel (4527 m.) – dem Hauptgipfel des Berges – ich wünschte, wir könnten den Liskamm bei diesen tollen Bedingungen überschreiten. Leider ist das diesmal nicht möglich, ich nehme mir jedoch fest vor, diese Tour in nicht allzu ferner Zukunft nachzuholen (Bemerkung: Liskamm – Überschreitung: AD, luftig-hochalpine Firn – und Felsgrate, beidseitig Wechten, Fels bis II, 2 Stunden von Gipfel zu Gipfel, der Spitzname des Berges ist „Menschenfresser“!)

[Bild: Auf dem Liskamm Westgipfel 4479 m.  -  im Hintergrund Grand Combin, Matterhorn, Dent Blanche, Ober Gabelhorn und Zinalrothorn]

[Bild: Blick zur Schneedomspitze 4272 m.  -  dahinter das schier endlose Wolkenmeer über der Poebene]

[Bild: Tiefblick zum Ghiacciaio del Lys occidentale  -  rechts der Castor 4223 m.]

[Bild: Grand Combin 4314 m. - Dent d`Hérens 4171 m. - Matterhorn 4478 m. - Dent Blanche 4357 m. - Ober Gabelhorn 4063 m. - Zinalrothorn 4221 m. und Weisshorn 4505 m.  -  von links nach rechts]

[Bild: Rechts der Monte Rosa-Gletscher  -  dahinter der Gornergletscher  -  im Hintergrund Täschhorn, Alphubel, Rimpfischhorn und Strahlhorn  -  ganz links das Weisshorn]

[Bild: Der Monte Rosa - das zweithöchste Gebirgsmassiv der Alpen  -  in der Tiefe der zerrissene Grenzgletscher]

[Bild: Auf dem Liskamm Westgipfel 4479 m.  -  im Hintergrund Monte Rosa, Grenzgletscher und Liskamm Ostgipfel 4527 m.]

Nach einer ausgiebigen Gipfelrast machen wir uns schließlich an den Abstieg Richtung Felikjoch. Ich will mich nicht so richtig vom wirklich großartigen Panorama lösen, letztlich ist es aber nun einmal das Naturell des alpinen Bergsteigens – nicht allzu lange in den vergletscherten bzw. hochalpinen Regionen zu verweilen, will man wieder sicher ins Tal oder – wie in unserem Fall – zur Hütte. Vom Liskamm Westgipfel geht es über eine Firnflanke einige Meter bergab sowie über einen anschließenden kurzen Grat auf den westlichen Vorgipfel.

[Bild: Am westlichen Vorgipfel]

Von dort steigen wir vorsichtig über den 35-40° Grad steilen Westgrat bergab.

[Bild: Abstieg über den Liskamm Westgrat  -  in der Tiefe der zerklüftete Zwillingsgletscher  -  am oberen Bildrand Castor und Pollux]

Zunehmend wird der Grat immer breiter, bis er schließlich in der Nordwestflanke aufgeht. Die anschließende Querung der knapp über 45° Grad steilen und ziemlich luftigen Westflanke sowie der Abstieg über den ausgesetzten Firngrat oberhalb des Südwestgratgipfels bereitet dann keinerlei Schwierigkeiten mehr.

[Bild: Zwischen der Liskamm Westflanke und dem luftigen Firngrat  -  im Hintergrund der Castor 4223 m.]

[Bild: Abstieg über den ausgesetzten Firngrat]

[Bild: Blick zurück zum Liskamm Westgipfel 4479 m.]

Von einem Sattel geht es in ca. 35° Grad steilen Firn in einem Bogen um den Südwestgratgipfel herum bergab. Anschließend folgen wir der Spur über den bereits ziemlich weichen Firn des obersten Gletscherbeckens des Zwillingsgletschers in Richtung Felikjoch.

[Bild: Über das oberste Becken des Zwillingsgletschers geht es Richtung Felikjoch  -  rechts der Castor 4223 m.]

[Bild: Auf dem Weg zum Felikjoch]

[Bild: Blick zurück zum grandiosen Liskamm]

Im Joch (4093 m.) angekommen, seilen wir uns schließlich wieder an. Der weitere Abstieg Richtung Rifugio Quintino Sella wird über spaltenreiche Gletscher erfolgen, daher ist entsprechende (Sicherheits-)Ausrüstung ein Muss! Vom Felikjoch geht es über einen extrem aufgeweichten Firnhang schräg nach rechts bergab ins oberste Gletscherbecken des Ghiacciaio di Felik.

[Bild: Abstieg zum Ghiacciaio di Felik - der Firn ist bereits stark aufgeweicht]

Ein paar Mal müssen kleinere Querspalten überquert werden und ich bin froh, dass die Brücken (noch) halten.

[Bild: Auf dem Ghiacciaio di Felik]

Während wir anschließend einer ausgetretenen Spur über den Felikgletscher folgen, hören – und sehen – wir, wie mehrmals aus der Südwand des Felikhorns Steine ausbrechen und auf den Gletscher stürzen – in Folge des Klimawandels schmilzt der Permafrost auch in 4000 Metern Höhe.

[Bild: Felikhorn Südwand]

[Bild: Blick zurück zur vom Felikjoch herabziehenden Firnflanke]

Über weite, mäßig geneigte Firnflächen steigen wir in südliche Richtung abwärts. An der Punta Perazzi (3906 m.) geht es links (östlich) vorbei und nach kurzer Zeit erreichen wir die Nebelgrenze/„Wolkenwand“.

[Bild: An der Punta Perazzi geht es links vorbei in den Nebel]

Auf dem nun ausgeaperten Gletscher steigen wir – einige Spalten überquerend – immer konstant Richtung Süden bergab. Wie aus dem Nichts taucht plötzlich eine ebene – mit Felsplatten, Blockwerk und Geröll bedeckte – Fläche auf und schließlich erreichen wir die Hütte.

[Bild: Über ausgeaperte Gletscherflächen geht es bergab Richtung Rifugio Quintino Sella al Felik]

Das Rifugio Quintino Sella al Felik (3585 m.) – mit vollem Namen „Nuova Capanna [Rifugio] Quintino Sella al Felik“ und nicht zu verwechseln mit dem Rifugio Quintino Sella in den Cottischen Alpen (Monte Viso) – ist eine alpine Schutzhütte des CAI (Sezione di Biella) und befindet sich südlich des Castors in den Walliser Alpen (der Region Aostatal) – im zur Gemeinde Gressoney-La-Trinité gehörenden Valle del Lys (am obersten Talschluss des Val di Gressoney) am Rande des Ghiacciaio di Felik auf einem ebenen Felsplateau. Die Hütte verfügt über 142 Lagerplätze (+ Winterraum) und ist von Mitte/Ende Juni bis Mitte September geöffnet. Eine erste Hütte gleichen Namens (benannt nach dem Gründer des CAI – Quintino Sella) wurde bereits 1885 erbaut – 1981 wurde die Hütte neu errichtet und entsprechend modernisiert. Das alte „Rifugio Quintino Sella (Vecchio)“ fungiert heutzutage als Winterraum. Die Hütte dient in der Regel als Zwischenstation für Bergsteiger/Hochtourengruppen auf dem Weg vom Breithorn zum Monte Rosa (und umgekehrt) – wobei man die Hütte natürlich auch auf markierten Wegen von Süden her erreichen kann – Anstieg von Tschavai aus dem Val di Gressoney (ca. 1800 Höhenmeter) sowie von Saint-Jacques (Ayas) über „A. Pian di Verra supre“ (ca. 1900 Höhenmeter). Dagegen wird der Pass Bättfòrko 2672 m. (nördlich des Bättforkòhòpt 2971 m.) von zwei Sesselliften angefahren – trotzdem sind noch über 1000 Höhenmeter und eine nicht geringe Distanz zu bewältigen. Vom Rifugio Quintino Sella bieten sich eine Reihe von hochalpinen Gipfelbesteigungen und Hüttenüberhängen an. Vom Felikjoch aus können sowohl der Castor (zum Rifugio Guide della Val D`Ayas hin) – als auch der Liskamm überschritten werden. Der Abstieg dagegen (bzw. im Winter – die Skiabfahrt) vom Felikjoch über den Zwillingsgletscher zur Monte-Rosa-Hütte (bzw. nach Zermatt) ist lang, anspruchsvoll (sehr zerrissener Gletscher!) und bei schlechten Verhältnissen sogar gefährlich. Eine weitere Tourenoption ist der Übergang zur Capanna Gnifetti über den Passo del Naso (ggf. inklusive Besteigung der Schneedomspitze) – oder der noch längere Übergang zur Capanna Regina Margherita auf der Signalkuppe (Punta Gnifetti). Bei all diesen Hochtouren ist entsprechende Gletscher – bzw. Sicherheitsausrüstung unbedingt notwendig! Alle weiteren Touren sind versierten und mit hochalpin-kombiniertem Gelände vertrauten Alpinisten vorbehalten. Zwar ist die Hütte – vor allem während Schönwetterphasen in der Hochsaison (Mitte Juli – Ende August) – meist hoffnungslos überfüllt, dafür liegt sie fern ab von Seilbahnen, Skiliften und Verkehrsstraßen. Wer diese Hütte aufsucht, der trifft hier in der Regel auf Gleichgesinnte – auf Bergsteiger und Alpinisten, die klassische Hochtouren mögen und sich hier – mitten im vergletscherten Hochgebirge – zu Hause fühlen.

[Bild: Rifugio Quintino Sella al Felik 3585 m.]

Da alles um uns herum von einem dichten und eiskalten Nebel eingehüllt wird, ziehen wir uns sofort in die Hütte zurück. Das Rifugio Quintino Sella ist eine große und vielbesuchte Hütte, eindeutig auf die Bedürfnisse von Hochtourengruppen zugeschnitten – aber sehr gemütlich und sauber. Während wir uns häuslich einrichten, erreichen nach und nach immer mehr Gruppen die Hütte (am Abend sollte das Rifugio Quintino Sella praktisch voll sein). Dass die Hütte doppelt so viele Schlafplätze wie das Rifugio Guide della Val D`Ayas besitzt, verdeutlicht, wie nahe wir uns bereits am prestigeträchtigen und vielbesuchten Monte-Rosa-Massiv mit seinen berühmten Hütten Capanna Gnifetti (Seilbahn zur Punta Indren) und Capanna Regina Margherita befinden. Grundsätzlich steht der Tourenplan für den morgigen Tag: Wir wollen über den Ghiacciaio del Lys occidentale zum Passo del Naso aufsteigen, anschließend zum Ghiacciaio del Lys orientale absteigen – ggf. noch die Vincent-Pyramide besteigen – und schließlich das Tagesziel (Capanna Gnifetti) ansteuern. Als ich den Vorschlag mache, zudem noch die Schneedomspitze 4272 m. (Il Naso) mitzunehmen (keiner wäre wohl auf die Idee gekommen) – freut sich besonders Oliver, da auch er dadurch einen (für ihn) neuen 4000er besteigen würde. Im weiteren Verlauf des Tages beginnt es draußen teilweise zu regnen/hageln – ein beißender Wind fegt um die Hütte und zudem verhindert der Nebel auch weiterhin jegliche Sicht ins Tal bzw. Richtung Liskamm. Ich hoffe, dass sich das Wetter bis morgen wieder bessern wird – immerhin gibt der Hüttenwirt Entwarnung: Es soll morgen ein sehr schöner Tag werden – na dann, wenn`s der Chef sagt – kann ja nichts mehr schief gehen! Am Abend haben wir schließlich wieder die Wahl zwischen Pasta und Suppe (als Vorspeise) – wobei mir mittlerweile klar ist, dass es – natürlich aufgrund des akuten Wassermangels in dieser Höhe – anscheinend ganz normal bzw. unumgänglich ist, Unmengen an Plastikmüll zu produzieren. Praktisch alles (Besteck, Teller, Essenverpackungen usw.) ist aus Plastik – ein wenig traurig, aber anders geht es (vermutlich) nicht.

 

4 Tag  Schneedomspitze (4272 m.)  +  Vincent-Pyramide (4215 m.)

 

[Bild: Liskamm Westgipfel 4479 m. und Ostgipfel 4527 m. - von Südwesten  -  rechts die Schneedomspitze 4272 m. - links das Strahlhorn 4190 m.]

 

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