2013 – Saalfeldener Höhenweg  +  Sommerstein (2308 m.)

stefanmitterer.de

 


Schwierigkeit:   F+  oder  L+   (T4-  oder  W4-)   -   Persailhorn Südwand-Klettersteig:  B/C  oder  K2/3

Charakter:  Anspruchsvolle, alpine Höhenroute (Kletterei bis I+ und Drahtseilpassagen B/K2 – am Persailhorn Südwand-Klettersteig B/C - K2/3) - die von der Peter-Wiechenthaler-Hütte zum Riemannhaus führt und dabei 3 Randgipfel des Steinernen Meeres – Persailhorn (2347 m.) - Mitterhorn (2491 m.) und Breithorn (2504 m.) – miteinander verbindet. Der Zustieg zur Peter-Wiechenthaler-Hütte führt von Obsmarkt (Saalfelden) zunächst auf schottrigen Fahrstraßen, nach kurzer Zeit auf breitem, angenehm zu gehendem Waldsteig (tolle Ausblicke über den Pinzgau und in Richtung Glocknergruppe!) bergauf zum Kreuzweg und ab da (als Hauptweg) durch dichte Latschenkieferzonen (Südseite – im Sommer extrem heiß!) unschwierig zur Hütte. Auf angelegtem Steig geht es anschließend auf einem Bergrücken nach Osten durch Latschenkiefern an den Bergkörper des Persailhorns. Nach gerölliger Querung in die Südwestwand (Abzweigung nach rechts) geht es im Folgenden über den Südwand-Klettersteig (B/C – K2/3, durchgehendes Drahtseil, Eisenklammern und Leitern – geringe Steinschlaggefahr) in schöner Linienführung durch die Südwand und den oberen Teil des Westrates zum Gipfel des Persailhorns (2347 m.) - wo der eigentliche Saalfeldener Höhenweg beginnt. Zunächst ein Stück auf dem Grat nach Osten, nach kurzer Zeit links davon (nordseitig) über geröllige, grasbewachsene Schrofenflanken abwärts in eine Scharte (2258 m.) – Im Folgenden über teils brüchige, abschüssige Platten, Rinnen und geröllig-felsige Schrofenflanken (Kletterei bis I+/wenige Drahtseile – Vorsicht bei Schneelage/Altschneefeldern!) links unterhalb des Grates weiter, bis man das sogenannte Kropsch-Kreuz auf dem Grat erreicht. Nun ein Stück dem Gratverlauf folgend an den Bergkörper und (nach einer kurzen Querung) über gestuftes Felsgelände (I) direkt zum Gipfel des Mitterhorns (2491 m.) – Abstieg über felsiges Schrofengelände nach Südosten und weiter über den Grat (etwas luftig), bis es über steile, plattige Felsen (Drahtseil – etwas ausgesetzt) bergab geht. Aus einer Rinne aufwärts bis unter die Westabstürze der markanten Drei Docken (wilder Felsturm!) und auf einem ansteigenden Felsband (Drahtseil) unter der Felswand hindurch. Anschließend dem Gratverlauf folgend, zuletzt links unterhalb (nordostseitig) über Geröll- und Felsflanken auf den Gipfel des Breithorns (2504 m.) – Der Abstieg zum Riemannhaus (2177 m.) erfolgt auf einem felsigen Geröllpfad über die Steinwüste der Nordostflanke – technisch unschwierig und ein ideales Auslaufen der Tour! Der markierte, geschickt angelegte Weg auf den markanten Sommerstein (2308 m.) führt vom Riemannhaus in einem Bogen über die Ostflanke auf den Gipfel (felsiger Geröllsteig – 20-30 Minuten Gehzeit, technisch unschwierig) und ist bei gutem Wetter jedem Wanderer zu empfehlen! Vom Riemannhaus geht es durch die Ramseider Scharte auf dem gleichnamigen Steig unterhalb der Sommerstein Westabstürze abwärts. Der Ramseider Steig ist ein in den Fels gehauener Weg, der steil und schroff unterhalb des Sommersteins bergab führt - in den Fels geschlagene Stufen und Drahtseile erleichtern dabei den Abstieg. Weiter unten leitet er als gerölliger Schrofensteig in eine Latschenkieferzone (teilweise schroffe, etwas ausgesetzte Passagen oberhalb steiler Felsabbrüche – Drahtseile!) – Im Talgrund angekommen, gilt es die (ausgeschilderte) Abzweigung (Weg 401) nach rechts zur Bilgerirast zu erwischen. Auf panoramaartigem Höhenweg (Weg 413 – tolle Ausblicke in Richtung Glocknergruppe!) leicht abfallend nach Westen, zuletzt in dichtem Bergwald (nördlich um den Bürgerberg 1233 m. herum) zum Ausgangspunkt Obsmarkt bei Saalfelden. Insgesamt mit 2000Hm (inklusive Gegensteigungen) und (je nach Verhältnissen) 10-14h Gehzeit (Sommerstein – 1h/130Hm extra) eine sehr lange Tour, welche (auch aufgrund der großen Distanzen) an einem Tag kaum zu schaffen ist – besser auf 2-3 Tage aufteilen. Die Ausblicke während der Höhenroute sind fantastisch – die Felswüste des Steinernen Meeres, die schroffen Wandfluchten zum Pinzgau hin, die schneebedeckten Hohen Tauern und der Saalfeldener Höhenweg als schroffe Gratroute selbst, ergeben eine klangvolle Tour, der es landschaftlich an nichts mangelt und die bei schönem Wetter zum Lohnendsten im weiten Umkreis gehört! Fazit – Ein absoluter Bergtouren-Hammer!

Gefahren:  Der Saalfeldener Höhenweg sollte trotz der moderaten technischen Schwierigkeiten nicht unterschätzt werden! Das Terrain zwischen Persailhorn und Breithorn ist teilweise ziemlich rau und schroff! – Vollkommene Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung sind bei dieser Tour unbedingt notwendig! – Es ist der versierte, souveräne Bergsteiger gefragt. Bei schlechten Bedingungen (Schneelage/Vereisung) wird der Saalfeldener Höhenweg zur anspruchsvollen Hochtour – wer die Tour im Frühsommer/Herbst geht, sollte ggf. Steigeisen für Alt-/Neuschneefelder mitnehmen! Bei unsicherem Wetter (speziell bei Gewittergefahr!) sind Saalfeldener Höhenweg und Persailhorn aufgrund der Drahtseile zu meiden! Die Orientierung fällt aufgrund der durchgehenden Markierung sowie der Drahtseile grundsätzlich leicht. Der Zustieg (Hauptweg 412) zur Peter-Wiechenthaler-Hütte ist im oberen Teil (Latschenkieferzone) stark der Sonne ausgesetzt – Kopfschutz und ausreichend Trinkwasser mitnehmen! Das Gleiche gilt auch für den eigentlichen Saalfeldener Höhenweg, da man zwischen den beiden Hütten auf keinerlei Wasserquelle stößt. Der Abstieg vom Breithorn zum Riemannhaus ist ebenso wie die Besteigung des Sommersteins prinzipiell als ungefährlich einzustufen. Der Ramseider Steig ist dagegen vielfach steil, schroff und etwas luftig – Steinschlag (ausgelöst durch andere Bergsteiger) ist hier durchaus möglich (eventuell Helm) – daher Vorsicht! Insgesamt gilt letztlich bei dieser Tour: Wer die beschriebenen Anforderungen sicher beherrscht, entsprechend ausgerüstet ist sowie Routen- und Wetterverhältnisse angemessen berücksichtigt, sollte in der Regel keine Probleme bekommen.


17. Juni  -  19. Juni 2013

Drei-Tages-Tour in die Berchtesgadener Alpen (Steinernes Meer) mit Begehung des Saalfeldener Höhenweges von der Peter-Wiechenthaler Hütte zum Riemannhaus. Am ersten Tag Aufstieg von Saalfelden zur Peter-Wiechenthaler-Hütte (1707 m.) – Am zweiten Tag Besteigung des Persailhorns (2347 m.) via Südwand-Klettersteig. Im Anschluss Begehung des Saalfeldener Höhenweges über das Mitterhorn (2491 m.) und das Breithorn (2504 m.) zum Riemannhaus (2177 m.) – Am dritten Tag Besteigung des Sommersteins (2308 m.) - im Anschluss Abstieg vom Riemannhaus über Ramseider Steig und Weg 413 nach Saalfelden.

Privat organisierte Tour  -  alleine begangen

[Bild: Auf dem Saalfeldener Höhenweg. Rechts das Breithorn 2504 m. und links die Drei Docken 2458 m.]

1. Tag        Parkplatz Obsmarkt (Saalfelden)  -  Kienberg  -  Kreuzweg  -  Peter-Wiechenthaler-Hütte

In Zeiten von Trail running, genussorientiertem Hüttenweitwandern und Klettersteig-Boomen hat sich der Saalfeldener Höhenweg seine Position als Paradetour der Peter-Wiechenthaler-Hütte bewahrt (die Schönfeldspitze nimmt diese Rolle für das Riemannhaus ein). Die Tour verbindet Klettersteige und Gipfelsammeln mit einer alpinen Höhenroute (Hüttenübergang) zu einem attraktiven Ganzen, weswegen der Saalfeldener Höhenweg nach wie vor häufig begangen wird und zu den begehrtesten Touren des Steinernen Meeres gehört. Beim hohen Übergang von Hütte zu Hütte – auf der einen Seite das Steinerne Meer, auf der anderen Seite die steilen Felswände zum Pinzgau hin – schlägt das Bergsteigerherz höher und wer am Abend in einer der beiden Hütten die Tour „zischend“ Revue passieren lässt, wird seine Begeisterung für diese tolle Höhenroute nur schwer zügeln können.

[Bild: Auf dem Breithorn (2504 m.) mit Blick über die Drei Docken (2458 m.) zum Mitterhorn (2491 m.) - In der Ferne (mittig) der Große Hundstod (2594 m.) mit der Hocheisspitze (2523 m.) links daneben sowie ganz rechts der Watzmann (2713 m.) - Rechts die Hochfläche des Steinernen Meeres]

Bis zum heutigen Tag war mir die Peter-Wiechenthaler-Hütte zwar durchaus ein Begriff, bei Touren im Steinernen Meer hatte ich bis dato aber Hütten wie dem Kärlingerhaus oder dem Ingolstädter Haus stets den Vorzug gegeben. Höchste Zeit das zu ändern! – Und wenn Peter-Wiechenthaler-Hütte, dann auch gleich Saalfeldener Höhenweg – wennschon, dennschon! Ausganspunkt ist (um mir am letzten Tourentag beim Abstieg vom Riemannhaus ein Stück Wegstrecke zu sparen) der Ortsteil Obsmarkt in Saalfelden. Gegen 10 Uhr mache ich mich schließlich an den Aufstieg zur Hütte.

[Bild: Blick von Obsmarkt (Saalfelden) zu den Gipfeln, über die der Saalfeldener Höhenweg verläuft: Persailhorn (2347 m.) - Mitterhorn (2491 m.) - Drei Docken (2458 m.) und Breithorn (2504 m.)  -  von links nach rechts]

[Bild: Von Obsmarkt (mehrere Parkplätze) geht es auf ausgeschildertem/markiertem Weg (412b - 412g auch möglich) in einen Bergwald und auf gutem Steig (teilweise auch auf schottrigen Fahrstraßen) in nördliche Richtung]

[Bild: Bei einer Wegeteilung in der Nähe der Clessinsperre geht es links ab und in zahlreichen Serpentinen im Bergwald über den Kienberg weiter aufwärts]

[Bild: Talblick nach Saalfelden - schon früh hat man während des Aufstiegs zur Peter-Wiechenthaler-Hütte wunderschöne Ausblicke in den Pinzgau und in Richtung Glocknergruppe - rechts das markante Kitzsteinhorn 3203 m.]

[Bild: Weiter oberhalb leitet der Weg an einem Waldrücken entlang in östliche Richtung zum Kreuzweg]

[Bild: Am Kreuzweg (1348 m.) hat man schließlich die Qual der Wahl]

[Bild: Blick nach Westen zum Birnhorn 2634 m.]

[Bild: Oberhalb des Kreuzwegs geht es auf dem (noch) bewaldeten Höhenrücken auf einen markanten Felsen zu und schließlich links um ihn herum]

[Bild: Oberhalb der Baumgrenze leitet der Weg durch dichte Latschenkieferzonen (südseitig! - große Hitze bei Sonneneinstrahlung!!) zur Peter-Wiechenthaler-Hütte. Rechts das Persailhorn 2347 m.]

Die Peter-Wiechenthaler-Hütte (1707 m.) – anderen Angaben zufolge 1752 m. (weitere Informationen) – befindet sich auf dem Gipfel des Kienalkopfes am südwestlichen Rand des Steinernen Meeres (außerhalb der Hochfläche) oberhalb von Saalfelden. Sie ist eine ÖAV-Berghütte und im Besitz der Sektion Saalfelden. Die Schutzhütte der Kategorie I. ist in der Regel von Ende März bis Ende Mai (an den Wochenenden) sowie von Ende Mai bis Mitte/Ende Oktober geöffnet und verfügt über 25 Betten-, 40 Matratzenlager- und 6 Winterraumplätze (mit AV-Schlüssel zugänglich). Erbaut wurde die Peter-Wiechenthaler-Hütte in den Jahren 1924-26 auf Bestreben des Maurermeisters Peter Wiechenthaler. Über die Jahre wurde die Hütte stetig erweitert und modernisiert, nichtsdestotrotz ist sie eine authentische Bergsteigerunterkunft geblieben. Erreicht werden kann die Peter-Wiechenthaler-Hütte von Süden von Saalfelden aus (Bachwinkel – 2,5h / Obsmarkt – 2,5-3h) wobei es neben dem Weg über den Kreuzweg (ab dort 3 Varianten – Hauptroute von Süden, Schattseitweg und Jagasteig) auch die Option über die Steinalm (3-4h) gibt. Das Tourenangebot ist ebenfalls reichhaltig: Es bieten sich z.B. die Übergänge über die Weißbachlscharte zum Ingolstädter Haus (4h) oder zum Riemannhaus (4h) via Eichstätter Weg an. Die Paradetour der Hütte ist jedoch neben der Klettersteigrunde am Persailhorn (Wildental-Klettersteig – B/C oder K2/3 und Südwand-Klettersteig – B/C oder K2/3) der Saalfeldener Höhenweg. Die Peter-Wiechenthaler-Hütte (1707 m.) ist – im Vergleich zu Ingolstädter Haus, Kärlingerhaus und Riemannhaus – speziell bei Deutschen weniger bekannt, liegt sie doch etwas abseits der Hauptrouten, außerhalb des Steinernen Meeres. Und gerade das macht ihren Reiz aus – die Aussicht über den Pinzgau sowie in Richtung Hohe Tauern und Leoganger Steinberge ist grandios! – die Atmosphäre urig und authentisch. Eine echte, aber moderne Bergsteigerunterkunft!

[Bild: Blick von der Peter-Wiechenthaler-Hütte (1707 m.) über die Weiten des 1000m tiefer gelegenen Pinzgaus - in der Ferne die Hohen Tauern]

[Bild: Peter-Wiechenthaler-Hütte (1707 m.) auf dem Kienalkopf. Im Hintergrund die Leoganger (links) und Loferer Steinberge. Etwas mehr als 2,5h habe ich (inklusive Pausen) von Obsmarkt aus gebraucht]

[Bild: Persailhorn (2347 m.) von Westen]

[Bild: Blick von der Peter-Wiechenthaler-Hütte (1707 m.) zum Persailhorn (2347 m.) - Links daneben der lange Grat über Äulhorn (2481 m.) und Achselhorn (2467 m.) zur Weißbachlscharte]

[Bild: Bei der Peter-Wiechenthaler-Hütte 1707 m. - Im Hintergrund die Loferer (rechts hinten) und Leoganger Steinberge]

[Bild: Abendimpressionen bei der Peter-Wiechenthaler-Hütte - Blick nach Westen zu den Loferer (rechts) und Leoganger Steinbergen]

[Bild: Das Persailhorn (2347 m.) leuchtet rot im Abendlicht - was für ein toller Anblick!]

[Bild: Blick nach Westen zu den Leoganger Steinbergen. Rechts neben den Loferer Steinbergen geht die Sonne unter]

[Bild: Saalfelden im Pinzgau bei Nacht - in der Ferne das einsame Licht der Gletscherbahn Kaprun am Kitzsteinhorn]

2. Tag        Peter-Wiechenthaler-Hütte  -  Südwand-Klettersteig  -  Persailhorn  -  Saalfeldener Höhenweg  -  Mitterhorn  -  Saalfeldener Höhenweg  -  Breithorn  -  Riemannhaus

Um kurz nach 6 Uhr mache ich mich am nächsten Morgen auf den Weg zum Persailhorn. Es verspricht ein anstrengender Tourentag zu werden - liegt doch mehr Altschnee als erwartet...

[Bild: Auf geht's zum Saalfeldener Höhenweg! 4,5h bis Riemannhaus laut Wegweiser - durchaus ambitioniert...]

[Bild: Von der Hütte folge ich dem Weg durch Latschenkieferzonen über den Bergrücken in Richtung Persailhorn]

[Bild: Kurz vor dem Felsaufbau des Persailhorns - rechts geht es weiter zum Einstieg des Südwand-Klettersteigs]

[Bild: Unterhalb der Persailhorn Südwestabstürze wird auf einem gerölligen Steig (teilweise Drahtseile) zum Beginn des Klettersteigs gequert]

[Bild: Steile Eisenleiter (B/K2) im Anfangsbereich des Klettersteigs]

[Bild: Ausgesetzte, plattige Stelle (B/K2) im unteren Teil des Klettersteigs]

[Bild: Freie Sicht während des Südwand-Klettersteigs über den Pinzgau in Richtung Hohe Tauern - was für ein Ambiente!]

[Bild: Den Drahtseilen folgend, geht es auf schuttbedeckten Bändern in Richtung einer markanten, schräg nach rechts oben verlaufenden Rampe]

[Bild: Die Rampe wird mit Hilfe einer Eisenleiter (B/K2) überwunden]

[Bild: In leichtem Felsgelände (A/K1) geht es über einen Gratrücken weiter an den obersten Gipfelaufbau. Rechts neben der roten Wand ist eine weitere Leiter zu erkennen]

[Bild: Senkrechte Eisenleiter (B/K2) im mittleren Teil des Klettersteigs]

[Bild: Steiles Felsgelände (B/C - K2/3) prägt anschließend den Klettersteig. Kurz darauf vereinigen sich die unterschiedlichen Anstiege auf das Persailhorn]

[Bild: Auf dem oberen Gipfelgrat angekommen, geht es schließlich unschwierig (A/K1 - Gehgelände) in Richtung Madonna, wobei knapp unterhalb des Gipfels noch eine kurze, ausgesetzte Felsstufe (A/B - K1/2) überwunden wird]

[Bild: Blick vom Persailhorn nach Westen in Richtung Leoganger (links) und Loferer Steinberge. Rechts (mit dem Schneegrat) das Praghorn 2143 m.]

[Bild: Vom Gipfel des Persailhorns (2347 m.) fällt der Blick in den 1600m tiefer gelegenen Pinzgau. Am Horizont die Hohen Tauern]

[Bild: Blick in Richtung der Gipfel, über die im Folgenden der Saalfeldener Höhenweg führt - Mitterhorn 2491 m. (links) und Breithorn 2504 m. - dazwischen die Drei Docken 2458 m. - rechts unten die weltenferne Schneegrube]

[Bild: Auf dem Gipfel des Persailhorns 2347 m. - Nun beginnt der Saalfeldener Höhenweg!]

[Bild: Vom Gipfel des Persailhorns geht es über geröllige Schrofenhänge (teilweise Altschneefelder) zunächst abwärts in eine kleine Scharte. Im Hintergrund (von links nach rechts): Achselhorn 2467 m. - Äulhorn 2481 m. und Mitterhorn 2491 m.]

[Bild: Blick zurück zum Persailhorn 2347 m.]

[Bild: Auf abschüssig-gerölligem Pfad leiten die Markierungen links unterhalb der Felsen in die Nordseite]

[Bild: Tückische Altschneefelder erschweren das Vorankommen teilweise massiv!]

[Bild: Immer wieder müssen im Felsgelände einfache Kletterstellen (I/I+) hinter sich gebracht werden - teilweise helfen dabei Drahtseile]

[Bild: Die Querung eines besonders steilen Altschneefeldes (instabiler, hüfthoher Schnee! - am Fels I+) stellt am heutigen Tag die Schlüsselstelle dar. Im Hintergrund das Persailhorn 2347 m. - in der Ferne die Leoganger Steinberge mit dem Birnhorn 2634 m.]

[Bild: Im leichten Felsgelände (I) geht es anschließend wieder auf den Grat]

[Bild: In der Nähe des Kropsch-Kreuzes - mit Blick zum Mitterhorn 2491 m.]

[Bild: Am Beginn des Gipfelaufbaus des Mitterhorns 2491 m.]

[Bild: In gestuftem Felsgelände (I) leiten die Markierungen ziemlich direkt empor zum Gipfel]

[Bild: Blick vom Mitterhorn (2491 m.) zu den Drei Docken (2458 m.) und zum Breithorn (2504 m.) - Rechts in der Ferne die Hohen Tauern]

[Bild: Im zentralen Steinernen Meer liegt (es ist Mitte Juni) noch jede Menge (!) Schnee. Links der Funtenseetauern (2578 m.) und in der Mitte die Schönfeldspitze (2653 m.) mit dem langgezogenen Selbhorn (2655 m.) rechts dahinter]

[Bild: In der Ferne leuchten (von links nach rechts) die Hocheisspitze (2523 m.) - der Große Hundstod (2594 m.) und der Watzmann (2713 m.) noch im weißen Winterkleid]

[Bild: Auf dem Gipfel des Mitterhorns 2491 m. - In der Ferne die Hohen Tauern]

[Bild: Vom Mitterhorn-Gipfel geht es zunächst über eine felsig-geröllige Schrofenflanke abwärts und anschließend ein kurzes Stück über den etwas ausgesetzten Grat (Stellen I) - Im Hintergrund das Breithorn 2504 m.]

[Bild: Blick zurück zum Mitterhorn 2491 m.]

[Bild: Kurz vor dem markanten Felsturm der Drei Docken (2458 m.) geht es rechterhand über steile, plattige Felsen (Drahtseil und I) luftig hinab - das Breithorn (2504 m.) immer im Blick]

[Bild: Drei Docken (2458 m.) - Die Normalroute (Südost-Nordwest-Überschreitung - III/T6+) des von Ludwig Purtscheller erstbestiegenen Gipfels stellt eine große Herausforderung für Bergsteiger dar]

[Bild: Im Bereich der Drei Docken - das Ziel ist das markante Band unterhalb des Schneefeldes im oberen Teil des Bildes]

[Bild: Blick zu dem Felsband unterhalb der Drei Docken, das es zu queren gilt (Drahtseil) - Rechts im Hintergrund das Breithorn 2504 m.]

[Bild: Von der Scharte zwischen Drei Docken und Breithorn geht es (zunächst dem Gratverlauf folgend, später links in der Flanke) über felsig-geröllige Schrofen (Altschneefelder!) in Richtung Gipfel]

[Bild: Am offiziellen Anfang/Ende des Saalfeldener Höhenweges unterhalb des wilden Felsturms der Drei Docken 2458 m. - links das Mitterhorn 2491 m.]

[Bild: Blick zurück zum Persailhorn 2347 m. (links) - Im Hintergrund Leoganger (links) und Loferer Steinberge]

[Bild: Geschafft! - Auf dem Gipfel des Breithorns 2504 m.]

[Bild: Blick über den 1800m tiefer gelegenen Pinzgau in Richtung Hohe Tauern]

[Bild: Blick nach Nordwesten über die Drei Docken 2458 m. zum Mitterhorn 2491 m. mit dem Äulhorn 2481 m. rechts daneben. Im Hintergrund (von links nach rechts): Hocheisspitze 2523 m. - Großer Hundstod 2594 m. und Watzmann 2713 m. - Rechts die Hochfläche des Steinernen Meeres]

[Bild: Blick vom Breithorn 2504 m. über den zentralen Teil des Steinernen Meeres. In der Mitte die Ramseider Scharte (Riemannhaus 2177 m.) mit dem markanten Sommerstein 2308 m. rechts daneben. Im Hintergrund (von links nach rechts): Funtenseetauern 2578 m. - Schönfeldspitze 2653 m. und Selbhorn 2655 m.]

[Bild: Vom Breithorn-Gipfel geht es schließlich über Altschneeflanken (im Hochsommer/Herbst auf felsigem Geröllpfad) entspannt abwärts - das Riemannhaus 2177 m. (rechts - neben dem Sommerstein) stets im Blick]

[Bild: Nach insgesamt etwas mehr als 7,5h (inklusive aller Pausen) ab Peter-Wiechenthaler-Hütte erreiche ich schließlich das in der Ramseider Scharte gelegene Riemannhaus (2177 m.) unterhalb des Sommersteins (2308 m.) - Der Saalfeldener Höhenweg liegt hinter mir - das kühle Nass vor mit!]

Das Riemannhaus (2177 m.) - in der Ramseider Scharte zwischen Sommerstein und Breithorn am Südwestrand des Steinernen Meeres gelegen - ist eine DAV-Berghütte und im Besitz der Sektion Ingolstadt. Die Schutzhütte der Kategorie I. ist in der Regel von Anfang Juni bis Anfang Oktober geöffnet und verfügt über 20 Betten-, 120 Matratzenlager- und 6 Winterraumplätze (mit AV-Schlüssel zugänglich). Eröffnet wurde das Riemannhaus am 29. August 1885. Benannt ist die Hütte nach ihrem Initiator und Förderer - Rudolf Ehrenfried Riemann. Die Hütte wurde 1902 erstmals erweitert und im 20. Jahrhundert stetig vergrößert und modernisiert. Erreicht werden kann das Riemannhaus von Süden (Parkplatz Sandten - Stabeler Au oberhalb von Maria Alm) in 3h, von der Peter-Wiechenthaler-Hütte via Weißbachscharte (3-4h) oder über den Saalfeldener Höhenweg (6-8h), von Nordwesten vom Ingolstädter Haus über den Eichstätter Weg (3-4h), von Norden vom Kärlingerhaus (3h) oder von der Wasseralm (mehrere Varianten - Route über Hochbrunnsulzen 6-8h). Der große Übergang zum Hochkönig (10-12h) ist die Königstour des Steinernen Meeres! An Gipfeloptionen mangelt es zudem ebenfalls nicht: Sommerstein (2308 m.) - Schönfeldspitze (2653 m.) - Breithorn (2504 m. - Saalfeldener Höhenweg) oder Selbhorn (2655 m.) sind hierbei die wichtigsten Tourenziele. Breithorn und Sommerstein sind darüber hinaus für Kletterer von Interesse (zahlreiche Routen!) - Im Winter bietet sich die Hütte als Stützpunkt bei Skitouren an. Das Riemannhaus ist nach dem Franz-Eduard-Matrashaus (2941 m.) die zweithöchste Berghütte der Berchtesgadener Alpen. Heutzutage ist das Riemannhaus neben dem Ingolstädter Haus und dem Kärlingerhaus die wichtigste Berghütte des Steinernen Meeres und von großer touristischer Bedeutung für Bergsteiger und Wanderer. Der bei der Eröffnung des Riemannhauses verkündete Ausspruch: „Von nun an stehen alle Gipfel des Steinernen Meeres jedem Bergfreund offen!“ gilt bis heute.

[Bild: Schönfeldspitze (2653 m.) und Wurmkopf (2451 m.) vom Riemannhaus]

[Bild: Breithorn (2504 m.) - Drei Docken (2458 m.) und Mitterhorn (2491 m.) vom Riemannhaus]

[Bild: Am Abend tobt über dem Steinernen Meer ein kräftiges Gewitter!]

3. Tag        Riemannhaus  -  Sommerstein  -  Riemannhaus  -  Ramseider Steig  -  Bilgerirast  -  Weg 413  -  Parkplatz Obsmarkt (Saalfelden)

Am nächsten Morgen mache ich mich in aller Früh (bevor in der Hütte die Hektik losgeht) gegen 6 Uhr auf in Richtung Sommerstein - vor dem Abstieg über den Ramseider Steig nach Saalfelden (Obsmarkt) wartet noch der aussichtsreiche Hüttenberg!

[Bild: Morgenstimmung beim Riemannhaus - das Breithorn (2504 m.) erstrahlt im warmen Morgenlicht]

[Bild: Vom Riemannhaus geht es über weite Altschneefelder in einem Bogen um den Sommerstein herum in dessen geröllige Ostflanke]

[Bild: Unterwegs im Steinernen Meer - im Hintergrund der Funtenseetauern 2578 m. (links) und die Schönfeldspitze 2653 m. mit dem Wurmkopf 2451 m.]

[Bild: Auf einem felsigen Geröllsteig geht es schließlich über die Schrofenhänge der sanft geneigten Ostflanke unschwierig gen Gipfel]

[Bild: Gipfelausblick vom Sommerstein zum Breithorn 2504 m. - die rechts angrenzenden Erhebungen (Drei Docken 2458 m. - Mitterhorn 2491 m. und Äulhorn 2481 m.) wirken deutlich niedriger]

[Bild: Blick vom Sommerstein über den Pinzgau in Richtung Glocknergruppe - deutlich ist das markante Große Wiesbachhorn 3564 m. zu erkennen]

[Bild: Schönfeldspitze 2653 m. - Wurmkopf 2451 m - Streichenbeil 2412 m. und Schöneck 2389 m.  -  von links nach rechts]

[Bild: Blick vom Sommerstein über das zentrale Steinerne Meer - im Hintergrund (von links nach rechts): Watzmann 2713 m. (mit Watzmannkindern) - Rotwandl 2231 m. - Hoher Göll 2522 m. und Funtenseetauern 2578 m.]

[Bild: Auf dem Gipfel des Sommersteins 2308 m. - Im Hintergrund das Breithorn 2504 m.]

[Bild: Wieder beim Riemannhaus 2177 m. - Zeit für den Abstieg nach Saalfelden via Ramseider Steig! Im Hintergrund (von links nach rechts): Breithorn 2504 m. - Drei Docken 2458 m. - Mitterhorn 2491 m. und Äulhorn 2481 m.]

[Bild: Abstieg über den steilen, schroffen Ramseider Steig (in den Fels geschlagene Stufen + Drahtseile) - der in atemberaubender Linienführung durch steilstes Felsgelände unterhalb des Sommersteins konsequent berab führt]

[Bild: Im unteren Teil des Ramseider Steiges. Es gilt, rechterhand die (ausgeschilderte!) Abzweigung (Weg 401) zur Bilgerirast und weiter (Weg 413) nach Saalfelden zu erwischen]

[Bild: Im Bereich der Bilgerirast (siehe AV-Karte) mit Blick zurück zum Sommerstein 2308 m. - Links das Breithorn 2504 m. mit seiner imposanten Südwand]

[Bild: Auf dem Weg 413 von der Bilgerirast nach Saalfelden - einer Panoramaroute par excellence! In der Ferne die Glocknergruppe]

[Bild: Im Bereich des Bürgerbergs (siehe AV-Karte) nehme ich ausversehen (vor lauter Verträumtheit) die falsche Wegabzweigung und schlage mich im Folgenden auf leicht dubiosen Waldpfaden das letzte Stück bis nach Saalfelden durch]

[Bild: Blick von Süden hinauf zu den Gipfeln des Saalfeldener Höhenweges - Persailhorn 2347 m. - Mitterhorn 2491 m. - Drei Docken 2458 m. und Breithorn 2504 m. (von links nach rechts) - ganz rechts der Sommerstein 2308 m.]

[Bild: Wieder beim Auto in Obsmarkt (Saalfelden) - Eine wirklich tolle Tour war's!]

BGA for ever! Der Saalfeldener Höhenweg zieht in seinen Bann! Obwohl ich ca. 2 Wochen zu früh im Jahr dran war (laut dem Hüttenwirt war ich der erste Begeher der Route seit Öffnung des Riemannhauses diesen Sommer) sowie zwischen Persailhorn und Breithorn keinen einzigen (!) Menschen getroffen habe, war die Entscheidung, den Saalfeldener Höhenweg zu gehen, goldrichtig! Die Route ist ungemein kontrast- und abwechslungsreich - alpine Höhenroute, Gipfelsammeln, Steinernes Meer, wilde Felswände, Klettersteige - all das vereint in einer einzigen Tour! Und dazu noch die Peter-Wiechenthaler-Hütte (welche ich ab sofort als eine der besten Berghütten der Berchtesgadener Alpen ansehe!) sowie der Sommerstein (2308 m.)  -  diese 3 Tage haben sich aber mal so richtig gelohnt! Ich werde wieder kommen...

[Bild: Gipfelfreuden auf dem Sommerstein 2308 m. - Im Hintergrund: Breithorn 2504 m. - Drei Docken 2458 m. - Mitterhorn 2491 m. und Äulhorn 2481 m.  -  von links nach rechts]

 

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