2010 – Ortler (3905 m.)

stefanmitterer.de

 


Schwierigkeit:   PD+  oder  WS+

Charakter:  Der Ortler ist der höchste Berg Südtirols und der Ortlergruppe. Aufgrund seiner Ausnahmestellung innerhalb der Ostalpen besitzt der Ortler ein Prestige  -  wie nur wenige Berge in den Alpen. Alle Anstiege auf seinen Gipfel sind hochalpin und anspruchsvoll - aber auch der Normalweg hat es in sich und erfordert große alpine Erfahrung, Umsicht sowie das sichere Beherrschen aller technischen Schwierigkeiten. Insgesamt ein hochalpiner Aufstieg, der komplette Eisausrüstung (Steigeisen, Pickel, Seil) und stabiles Wetter erfordert. Am Tabaretta-Kamm teilweise exponierte, ausgesetzte Kletterei bis zum Schwierigkeitsgrad II. Am "Wandl" Kletterei bis III+ oder I./A0. Der Aufstieg vom Bärenloch zum Tschierfeck ist aufgrund des Gletscherrückgangs heikler geworden. Dort Eis bis 40°  -  Man kann auch im Fels aufsteigen, wobei die Schwierigkeiten dabei bei etwa III+ liegen. Abseilen ist beim Abstieg durchaus üblich. Der Obere Ortlerferner ist relativ friedlich. Bei gutem Wetter sind die wenigen großen Querspalten eigentlich kein Problem. Am Gipfel hat man bei gutem Wetter ein grandioses Panorama, das bis zum Finsteraarhorn reicht.

Gefahren:  Die Kletterei am Tabaretta-Kamm ist teilweise ausgesetzt und kann bei Vereisung  -  aufgrund der nordseitigen Exposition  -  rasch ziemlich heikel werden. Steinschlag-Gefahr bis zum Bärenloch. Dort Eisschlag-Gefahr bedingt durch die großen Séracs. Der Aufstieg zum Tschierfeck ist steil und bei Blankeis heikel  -  dann muss ggf. gesichert werden. Auf dem Oberen Ortlerferner teilweise große Spalten. Bei Nebel hat man auf den weiten Gletscherflächen große Orientierungsprobleme. Wer die Schwierigkeiten nicht voll beherrscht, kann auch bei guten Verhältnissen und schönem Wetter große Probleme bekommen.


19. Juli - 21. Juli 2010

Drei-Tages-Tour in die Ortlergruppe zur Payerhütte mit Besteigung des Ortlers (3905 m.) - des höchsten Berges von Südtirol und Tirol - über den Normalweg. Abstieg wie Aufstieg.

Privat organisierte Tour von Ulf Schaser  (4 Teilnehmer)

[Bild: Der Ortler 3905 m.  -  höchster Gipfel von Südtirol und Tirol  -  ein fantastischer, alpiner Berg und einer der bedeutendsten Gipfel der gesamten Ostalpen]

[Bild : Ortler 3905 m. von Norden - ganz links die Payerhütte 3029 m.]

1. Tag        Sulden  -  Tabarettahütte  -  Bärenkopfscharte  -  Payerhütte

Direkt nachdem ich drei Tage in der Silvretta unterwegs war, geht für mich am nächsten Tag gleich die nächste Tour weiter. Wir haben uns als Ziel den höchsten Berg von ganz Tirol gesetzt: den Ortler - 3905 Meter hoch, über 2000 Meter Höhenunterschied zum Tal.

Unser Ziel am ersten Tag ist die Payerhütte, von der wir am zweiten Tag aus Richtung Ortler starten wollen. Ausgangspunkt ist die Kirche St. Gertraud bei Sulden (1843 m.)  -  Von dort geht es zunächst durch ein Zirbelkiefer-Wäldchen ein Stück aufwärts. Es sind viele Menschen unterwegs, darunter auch Familien mit Kindern. Den Weg zur Tabarettahütte (2556 m.) gehen viele, denn jeder möchte einmal einen Blick aus nächster Nähe auf die Ortler Nordwand werfen. Der Weg ist leicht und gut markiert. Als wir den Wald verlassen, merken wir, dass wir uns schon deutlich über 2000 Meter befinden. Bäume wachsen nun nicht mehr. Wir sehen vor uns die gewaltige Tabarettawand, durch die ein schwerer Klettersteig führt  (oft D / E Stelle)  -  Wir blicken Richtung Osten und erkennen einige andere große Berge der Ortler Gruppe:  Tschenglser Hochwand (3375 m.)  -  Großer Angelus (3521 m.)  -  Vertainspitze (3545 m.)  -  Schildspitze (3461 m.)

[Bild : Vertainspitze 3545 m.]

Vor uns sehen wir die Endmoräne des Marltferner, des Gletschers der Ortler Nordwand, der jedoch nur noch ein kümmerliches Schneefeld ist, fast komplett mit Schutt und Geröll bedeckt ist und kaum mehr als Gletscher bezeichnet werden kann.

[Bild : Blick auf Tabarettawand und rechts die Tabarettahütte]

Über einen gut markierten Geröllweg geht es weiter Richtung Nordosten, wo wir auch schon die Tabarettahütte erkennen. Je weiter wir gehen, desto besser kommt die 1500 Meter hohe Nordwand des Ortlers in Sicht. Als wir eine Gedenkstätte für am Ortler zu Tode gekommene Menschen erreichen, haben wir endlich freie Sicht auf die komplette Nordwand. Wahnsinn! Die Eiger Nordwand und die Watzmann Ostwand sind jeweils nur 300 Meter höher. Von der Gedenkstätte geht es parallel zur Tabaretta-Wand Richtung Tabarettahütte. Der Weg führt zunächst über Geröll und im letzten Abschnitt an den Grashängen des Marltberg (2539 m.) in Serpentinen bergauf Richtung Tabarettahütte.

[Bild: Die 1500 Meter hohe Ortler Nordwand]

Als wir diese erreichen, machen wir erstmal eine kurze Pause. Nach kurzer Zeit machen wir uns auf Richtung Payerhütte. Von der Tabarettahütte geht es über Geröll schräg in Richtung Tabarettawand und entlang dieser auf gut angelegtem Steig zur Bärenkopfscharte (2871 m.)  -  Der Weg ist nicht schwierig, Trittsicherheit sollte man aber dennoch haben. Beim Aufstieg zur Bärenkopfscharte haben wir einen fantastischen Blick auf Monte Cevedale (3769 m.)  -  die Zufállsspitzen (3757 m. und 3700 m.)  sowie in der Ferne auf die Weißkugel (3739 m.)

[Bild: Zufállspitzen (links) und Monte Cevedale]

[Bild: Blick zur Payerhütte 3029 m. und zum Ortler 3905 m.]

Von der Bärenkopfscharte geht es mäßig ansteigend (unter anderem über eine kleine Brücke)  über teils leicht ausgesetztes Gelände, das aber die nötigen Sicherungen hat, zum Tabaretta-Joch (2903 m.)  -  Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf den Ortler und seine Trabanten im Westen. Zudem sehen wir das Stilfser-Joch (2757 m.)  wo ich als kleines Kind zum ersten Mal den Ortler bewunderte.

[Bild : Felsturm auf dem Weg zur Payerhütte  -  hinten die Weißkugel]

Nun sehen wir auch deutlich die Payerhütte. Wie ein Adlernest thront sie auf den Felsen über der Tabarettawand.

[Bild : Payerhütte, Tabarettaspitze (3128 m.)  und Ortler]

Der Weg ist gut markiert und nicht sonderlich schwierig, jedoch sind deutlich weniger Menschen unterwegs als noch zur Tabarettahütte. Vom Tabaretta-Joch sind es noch etwa 100 Höhenmeter bis zur Hütte, die wie nach insgesamt etwa 3,5 Stunden erreichen.

[Bild: Die letzten Meter zur Payerhütte]

[Bild : Payerhütte]

Wir besorgen uns unsere Zimmer und freuen uns, dass wir unser erstes Etappenziel erreicht haben. Die Julius-Payer Hütte ist eine sehr alte Hütte mit einer großen Tradition. Hier sind die Bergsteiger unter sich.  So langsam wird es Abend. Wir besprechen den morgigen Tag und genießen unser wohlverdientes Abendessen. Ich freue mich auf den morgigen Tag, da auch das Wetter sehr gut bleiben soll.

[Bild: Blick von der Payerhütte in Richtung Ortler 3905 m.]

[Bild : Mond über dem Oberen Ortlerferner]

[Bild: Alpine Schutzhütten wie die Payerhütte garantieren (bei entsprechendem Wetter) einen fantastischen Sonnenuntergang]

2. Tag        Payerhütte  -  Wandl  -  Bärenloch  -  Tschierfeck  -  Oberer Ortlerferner  -  Ortler  -  Oberer Ortlerferner  -  Bivacco Lombardi (Tschierfeck)  -  Bärenloch  -  Wandl  -  Payerhütte  -  Bärenkopfscharte  -  Tabarettahütte

Gipfeltag! Als wir um 4:00 Uhr aufstehen, sind keine Wolken am Himmel. Es wird ein perfekter Tag. In der Hütte herrscht unterdessen bereits ein reger Betrieb. Fast alle sind schon auf den Beinen - wer in der Payerhütte übernachtet, hat in der Regel den Ortler als Ziel. Bei solch hohen Zielen ist daher, wie beispielsweise etwa in den Westalpen, ein früher Aufbruch ratsam.

[Bild : 5:00 Uhr morgens auf der Tabarettawand  -  rechts die Weißkugel]

Wir essen etwas und starten dann sofort mit den anderen Gipfelaspiranten Richtung Ortler. Von der Hütte führt der Weg zunächst in Richtung Süden an der Tabarettawand entlang über den sogenannten "Felsenweg". Wir queren die Nordwestflanke der Tabarettaspitze.

[Bild: Auf dem "Felsenweg"  -  teilweise ist das Gelände ausgesetzt, Kletterei I. Schwierigkeitsgrad wird verlangt]

[Bild : Blick zum Ortler]

Über felsiges Gelände muss man einige Kletterpassagen im  I. Grad bewältigen. Über den luftigen Grat geht es weiter zum sogenannten "Wandl". Dies ist eine sehr steile Felsstufe, an der jedoch Eisenketten angebracht sind. Ohne die Ketten liegen die Schwierigkeiten bei etwa III+

[Bild : Das "Wandl"]

Was man beim Klettern aber auch noch berücksichtigen muss, ist die Höhe. Als wir das Wandl bezwungen haben, geht es über einen sehr ausgesetzten Felsgrat weiter, der absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt. Man kann hier sichern, wobei wir seilfrei gehen. 

[Bild : Auf dem Grat nach dem "Wandl"  -  im Hintergrund die Ötztaler Alpen mit der Weißkugel 3739 m.]

 

Anschließend folgt eine Traverse zum sogenannten Richtung "Bärenloch". Der Weg dorthin ist nicht schwer, wobei es manchmal Steinschlag geben kann. Ist der Weg zudem vereist, sind die Schwierigkeiten deutlich höher. Im Bärenloch legen wir die Steigeisen an und gehen nun auch ans Seil. Im Linksbogen steigen wir aufwärts und halten dabei deutlichen Abstand zu den gewaltigen Seracs des Ortler.

[Bild: Aufstieg im Bärenloch Richtung Tschierfeck  -  Neben Gletscherspalten, ist Eisschlag eine weitere objektive Gefahr]

Es gibt hier kaum Spalten. Trotzdem sollte man hier niemals seilfrei gehen, weil man nie 100 prozentig sicher sein kann. Man hat schließlich die Alternative. Entweder man klettert links aufwärts (Schwierigkeitsgrat  III+)  oder man geht rechts im 40° steilen Eis weiter.

[Bild : auf dem Weg zum Tschierfeck]

Wir entschließen uns für die zweite Variante und steigen vorsichtig Schritt für Schritt aufwärts Richtung Tschierfeck, wo das sogenannte "Bivacco Lombardi" steht. Dieser Abschnitt ist in den letzten Jahren, bedingt durch den Gletscherrückgang, immer heikler geworden. Man muss entweder im Fels oder im Eis eine anspruchsvolle Rampe überwinden. Beim Abstieg wird normalerweise bei beiden Möglichkeiten abgeseilt. Am Tschierfeck angekommen, sehen wir das Lombardi Biwak (3316 m.)  -  ein verwahrlostes Notbiwak, das nur für den absoluten Notfall noch steht.

[Bild : Seracs]

Vom Tschierfeck steigen wir sehr steil (bis zu 40°) über einen Hang aufwärts.

[Bild : Blick auf den weiteren Weg Richtung Oberer Ortlerferner]

Zweimal müssen wir große Spalten überqueren. Hier ist schlechtes Wetter fehl am Platz, da man hier leicht die Orientierung verlieren kann. Es ist zwar praktisch immer eine breite Spur vorhanden, jedoch ist dies keine Garantie. Zudem sollte man spätestens bis 13:00 Uhr vom Gletscher runter sein, da sonst die Spaltenbrücken aufweichen können.

[Bild: Der Gipfel des Ortler]

[Bild: Über einen steilen Hang steigen wir in Richtung des Oberen Gletscherplateaus des Ortlerferners]

[Bild : Spaltenbrücke]

Als wir diesen steilen Hang hinter uns gebracht haben, stehen wir auf dem Oberen Ortlerferner. Nun haben wir es fast geschaft. Es ist zwar noch ein gutes Stück, die größten Schwierigkeiten haben wir aber jetzt hinter uns gebracht.

[Bild : auf dem Oberen Ortlerferner, links der Ortler Gipfel]

Auf dem Oberen Ortlerferner geht es jetzt im großen Linksbogen um einige weitere gewaltige Seracs herum Richtung Gipfel. Ich sehe keine einzige Spalte. Der Obere Ortlerferner ist ein friedlicher, relativ flacher Gletscher. Dennoch ist Vorsicht geboten.

Als wir die Seracs umrundet haben, sehen wir den Gipfel. Eisfrei hebt er sich, wie eine Art Insel, aus dem Gletscher hervor. Wir steigen die letzten Meter Richtung Gipfel, betreten felsigen Untergrund und stehen gegen 10:00 Uhr schließlich auf dem Gipfel des Ortler (3905 m.)

[Bild : Gipfelfoto]

[Bild : Monte Cevedale  3769 m.]

[Bild : Königsspitze 3851 m.]

[Bild: Blick auf Berge südöstlich des Cevedale - im Hintergrund links die Zufrittspitze 3439 m.  -  in der Mitte die Veneziaspitzen 3386 m.  -  links unten die Ausläufer der Hinteren Schöntaufspitze 3325 m.]

[Bild : Ortler Gruppe  -  unten der Monte Zebrù 3735 m.]

 [Bild : Weißkugel 3739 m.]

[Bild: Berninagruppe - rechts der Piz Morteratsch 3751 m.  -  dann der Piz Bernina 4049 m. mit dem berühmtem Biancograt, dann der Piz Palü 3900 m.]

Die Aussicht vom Gipfel ist die Beste, die ich je erlebt habe. Im Süden erheben sich Monte Cevedale, Königsspitze, Monte Zebrù und all die anderen vergletscherten 3000er der Ortlergruppe. Zudem sind dahinter Adamello und Presanella erkennbar. Die Dolomiten im Osten sind so viel kleiner als der Ortler, dass ich sie nicht ausmachen kann. Im Norden erkennen wir die Zentralalpen:  Zillertaler Alpen, Stubaier Alpen, Ötztaler Alpen, Hohe Tauern - sie alle grüßen zu uns herüber.

[Bild : Der Felsturm in der Mitte ist tatsächlich der Großlitzner]

Nur ein Bergmassiv im Umkreis überragt uns: die Berninagruppe im Westen. Ob Der Piz Bernina jetzt der höchste Berg der Ostalpen oder der östlichste 4000er der Westalpen ist, ist nicht eindeutig geklärt. In jedem Fall ist die Aussicht so atemberaubend, dass wir etwa 45 Minuten am Gipfel verbringen. Das Wetter ist überragend, vermutlich gibt es solche Tage wie heute nur etwa 20-30 mal im Jahr. Ich schieße endlos viele Fotos und genieße diesen Moment des Triumphs.

[Bild : Blick zum Monte Cevedale 3769 m. und zur Königsspitze 3851 m.]

Aber jeder schöne Moment hat einmal ein Ende. Nachdem wir uns viel Zeit am Gipfel gelassen haben, machen wir uns nun bereit abzusteigen. Denn wir müssen heute noch etwa 1400 Höhenmeter hinunter. Wir wollen nämlich nicht zur Payerhütte zurück, sondern zur Tabarettahütte. Schweren Herzens, aber voller Glück machen wir uns auf Richtung Oberer Ortlerferner.

[Bild: Blick auf den Oberen Ortlerferner und auf den Aufstiegsweg]

[Bild: Abstieg vom Gipfel des Ortler  -  im Hintergrund das Stilfser Joch 2757 m.]

Wir gehen natürlich den gleichen Weg zurück wie beim Aufstieg, halten dabei deutlichen Abständen zu den Seracs, sowie zu den Wechten der Nordwand. Wir überqueren die beiden großen Spalten und steigen den steilen Firnhang hinunter. Das alles geht recht schnell und nach etwa 1 Stunde stehen wir beim Bivacco Lombardi.

[Bild : Lombardi Biwak]

Was ich beim Aufstieg versäumt habe, hole ich jetzt nach: Ich werfe einen Blick in das Biwak. Es ist zwar nicht verdreckt, wie oft im Internet verbreitet, jedoch riecht es komisch (...)  Zudem ist es etwas chaotisch. Ist man hier jedoch im Sturm unterwegs, ist man froh über jeden Schutz, auch über so ein Biwak. Beim Aufstieg zum Tschierfeck sind wir über den steilen Firnhang empor gestiegen. Beim Abstieg entschließen wir uns über die Felsen abzuseilen. In einer Seillänge seilen wir uns ab.

[Bild : Ulf Schaser beim Abseilen]

[Bild: Die gewaltigen Gletscherabbrüche (Seracs) des Ortler]

Unten angekommen, steigen wir im Rechtsbogen Richtung Bärenloch ab und halten dabei deutlichen Abstand zu den Seracs. Hat man hier Pech, kann man zudem von Eisschlag gefährdet werden.

[Bild : Blick vom Bärenloch auf die Seracs, sowie auf den Aufstieg zum Oberen Ortlerferner]

Im Bärenloch angekommen, legen wir die Steigeisen ab. Von hier an gehen wir auch wieder seilfrei. Wir gehen den Weg Richtung Tabarettawand zurück.

[Bild: Vom Bärenloch geht es nach einer Querung über den felsigen Grat zurück in Richtung "Wandl"]

[Bild : Blick auf die Tabarettaspitze]

Wir gehen den schmalen Grat in Richtung "Wandl" zurück. Dort angekommen, steigen wir vorsichtig hinunter und werfen dort noch einmal einen Blick zurück Richtung Bärenloch.

[Bild : Blick zurück zum Bärenloch]

Wir gehen vorsichtig den Weg zurück und genießen dabei die Aussicht

[Bild : Blick Richtung Osten auf die Ortlergruppe von der Tabarettawand]

Das Wetter hat sich seit dem Bärenloch ein etwas verschlechtert. Ein wenig Nebel ist aufgezogen, den Gipfel können wir nicht erkennen. Langsam kommt die Payerhütte in Sichtweite. Wir queren den "Felsenweg" und stehen schließlich wieder gesund auf der Terrasse der Payerhütte.

[Bild : Payerhütte]

[Bild: Blick zurück zum Ortler]

Wir machen eine halbe Stunde Pause und steigen dann ab zur Tabarettahütte, wo wir die Nacht verbringen werden. Wir steigen zunächst ab ins Tabaretta-Joch und weiter zur Bärenkopfscharte, wo wir einen letzten Blick auf die Nordwestwand des Ortlers werfen. Ich verabschiede mich vom Stilfser-Joch. Anschließend queren wir den Steig Richtung Südosten zur Hütte, wo wir gegen 15:30 Uhr ankommen. Wir verstauen unsere Sachen im Lager und verbringen den restlichen Abend mit Entspannen, Lesen und Essen.

[Bild : am Abend bei der Tabarettahütte]

3. Tag        Tabarettahütte  -  Sulden

Am dritten Tag heißt es abzusteigen. Das Wetter ist wieder überragend. Auch heute werden wieder viele Menschen den Ortler erobern. Wir packen unsere Sachen und machen uns auf Richtung Sulden.

[Bild : Tabarettahütte mit Tabarettawand und Payerhütte]

Wir steigen zunächst in Serpentinen ab, gehen den Weg über Geröll zur Gedenkstätte und schauen ein letztes Mal zur mächtigen Ortler Nordwand

[Bild : Ortler Nordwand]

[Bild: Abstieg in Richtung Sulden]

Wir steigen weiter ab und erkennen rechts den Weg, der von der K2 Hütte (2330 m.) zur Tabarettahütte führt. Zügig erreichen wir das Zirbelkiefer-Wäldchen. Ich werfe einen letzten Blick Richtung Ortler.

Der Gipfel ist von Wolken umgeben - Was hatten wir für ein Glück!

[Bild : Blick auf die Vertainspitze]

[Bild: Der Gipfel des Ortler 3905 m.  -  gesehen vom Tschierfeck]

 

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