2018 – Großes Wiesbachhorn (3564 m.) - Kaindlgrat + Gleiwitzer Höhenweg

stefanmitterer.de

 



16. August  -  18. August 2018


Drei-Tages-Tour in die Glocknergruppe in den Hohen Tauern mit Besteigung des Großen Wießbachhorns (3564 m.) über den Kaindlgrat (Normalweg). Am ersten Tag Aufstieg von der Talstation der Gletscherbahn Kaprun zur Gleiwitzer Hütte. Am zweiten Tag Begehung des Gleiwitzer Höhenweges zum Heinrich-Schwaiger-Haus mit Besteigung des Bauernbrachkogel (3125 m.) - Am dritten Tag Besteigung des Großen Wießbachhorns mit anschließendem Abstieg zum Stausee Mooserboden und Busfahrt zurück zum Ausgangspunkt.


Privat organisierte Tour zusammen mit Patricia (Patti)


[Bild: Großes Wiesbachhorn (3564 m.) am frühen Morgen - Die Nordwestwand (früher eine der klassischen Eiswände der Ostalpen) und der ehemals hochalpine, nur mit Steigeisen zu begehende Kaindlgrat haben im Zuge der globalen Erwärmung viel von ihrer einstmals eisigen Pracht verloren]

1. Tag: Talstation Gletscherbahn Kaprun  -  Sauruck  -  Brandlscharte  -  Gleiwitzer Hütte

Das Große Wiesbachhorn (3564 m.) ist der höchste Gipfel des Fuscher-Kapruner Kammes und zugleich das zweithöchste Bergmassiv der Glocknergruppe in den Hohen Tauern. Obgleich über 200m niedriger als der König von Österreich - der Großglockner (3798 m.) - dominiert es als völlig freistehende, gewaltige Pyramide die Umgebung von Zell am See. Von den meisten Gipfeln der Berchtesgadener Alpen sowie der Loferer und Leoganger Steinberge zieht es die Blicke wie magisch an! Die in Richtung Ferleitental bzw. Großglockner-Hochalpenstraße abfallende Ostflanke ist mit einem Höhenunterschied von ca. 2400m die höchste Steilflanke der Ostalpen. Das Große Wiesbachhorn ist fast vollständig von Gletschern umgeben, kann jedoch aufgrund der globalen Erwärmung mittlerweile im Sommer ohne Firnkontakt bestiegen werden. Ausgangspunkt dafür ist das Heinrich-Schwaiger-Haus (2802 m.) bzw. der (mit Bus erreichbare) Stausee Mooserboden (2036 m.), wodurch der Berg grundsätzlich als Tagestour möglich ist. Den Normalweg vermittelt der berühmte Kaindlgrat, ein ehemals legendärer Firngrat (von manchen gar überschwänglich „Biancograt der Hohen Tauern“ genannt), der heutzutage im Hochsommer dagegen das Profil eines Felsgrates hat. Neben dem Normalweg weist der Berg zahlreiche, teils extrem schwierige Anstiege auf - diese erfordern jedoch den ganzen Alpinisten und sind teilweise (z.B. aufgrund von Steinschlaggefahr) sehr gefährlich. Für den ambitionierten, alpin denkenden Bergwanderer ist das Große Wiesbachhorn eines der begehrtesten und lohnendsten Gipfelziele der Hohen Tauern. Speziell in Verbindung mit einer Übernachtung im Heinrich-Schwaiger-Haus sind bergsteigerische Sternstunden und Glücksmomente möglich, die lange im Gedächtnis bleiben werden.


Wer das Ganze mit dem Gleiwitzer Höhenweg starten möchte, hat sich letztlich eine Tour von mindestens (!) 4000Hm bergauf bzw. 3000Hm bergab vorgenommen. Eine solide Kondition ist also (neben Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpiner Erfahrung) das A und O bei dieser üppigen 2,5 Tagestour. Der Ausgangspunkt ist dabei in der Regel die Talstation der Gletscherbahn Kaprun - ob nun für den Aufstieg zur Gleiwitzer Hütte oder für die Busfahrt zum Stausee Mooserboden...


[Bild: Von der Talstation der Gletscherbahn Kaprun folgen wir dem ausgeschilderten, anfangs noch sehr breiten Weg zunächst in südöstliche Richtung bergauf]



[Bild: Schon ein paar hundert Höhenmeter oberhalb des Kapruner Talgrundes geht es in inmitten üppig-grüner Vegetation entlang des Schwarzenbaches auf schmaler werdendem Steig hinauf]


[Bild: Blick über das Krapfkühkar zum einsamen Krapfbrachkogel (2716) und zum teilweise in den Wolken hängenden Bauernbrachkogel (3125 m.) dahinter]


[Bild: Auch wenn wir uns noch nicht im Nationalpark Hohe Tauern befinden, so ist der Gegend der gewisse schutzgebietstypische Charakter doch bereits nicht abzusprechen - Im Hintergrund (rechts) das Kitzsteinhorn (3203 m.) und mittig - im Dunst erahnend - die vergletscherten 3000er Hohe Riffl und Johannisberg]


[Bild: Nachdem wir mittlerweile die 2000-Meter-Marke überschritten haben, folgen wir dem Bergsteig entlang grasbewachsener Flanken in Richtung Brandlscharte (2371 m. - mittig im Hintergrund) unschwierig empor. Links das Impbachhorn (2470 m.) und rechts der Rettenzink (2510 m.) hinter dem die Gleiwitzer Hütte liegt]


[Bild: Traumhafter Ausblick von dem Rücken zwischen Brandlscharte und Roßkopf in Richtung Norden: Rechts am Horizont die Berchtesgadener Alpen, dann Leoganger und Loferer Steinberge und schließlich die sanfteren Ausläufer der Kitzbüheler Alpen oberhalb des Pinzgaus]


[Bild: Ausblick von der Brandlscharte (2371 m.) über den gleichnamigen See in Richtung Osten und zum Hochkönigmassiv (links) - Es wird Abend über den Ostalpen...]


[Bild: Von der Brandlscharte leitet der Weg leicht abfallend an grasigen Steilflanken entlang zur nahen Gleiwitzer Hütte (2176 m.) - unserem Quartier für die heutige Nacht. Der Zustieg ist damit geglückt. Morgen stehen die Begehung des Gleiwitzer Höhenweges bzw. der lange Übergang zum Heinrich-Schwaiger-Haus an]

2. Tag: Gleiwitzer Hütte  -  Gleiwitzer Höhenweg  -  Ochsenkar  -  Untere Jägerscharte  -  Obere Jägerscharte  -  Kempsenkopf  -  Bauernbrachkogel  -  Kempsenkopf  -  Bauernkar  -  Hauseben  -  Max-Hirschl-Weg  -  Haushofer-Weg  -  Heinrich-Schwaiger-Haus

Als wir am Morgen die Hütte verlassen, ist es noch dunkel. Nur ein fahles, rötliches Glimmen im Osten kündet von einem grandiosen Tauern-Tag. Wir verlassen die Hütte noch vor dem Großteil der anderen Bergsteiger und machen uns frühzeitig auf in Richtung Heinrich-Schwaiger-Haus. Unser Ziel ist der (gemäß Reinhold Messner himself) „schönste Höhenweg der Alpen“ - der Gleiwitzer Höhenweg. Große Worte! Ob sie mit der Realität Schritt halten können, wird sich zeigen...


[Bild: Morgenstimmung bei der Gleiwitzer Hütte - In der Ferne grüßen Hochkönig (links) und Dachstein herüber]


[Bild: Blick von der vom Morgenlicht illuminierten Umgebung der Gleiwitzer Hütte zur Schneespitze (3317 m.) - dem nordöstlichen Vorgipfel des großartigen Hohen Tenn]


[Bild: Die Gleiwitzer Hütte (2176 m.) am Rande des Nationalparks Hohe Tauern - eine klassische,urige Schutzhütte in einer wirklich grandiosen Umgebung!]


[Bild: Der Gleiwitzer Höhenweg führt uns zunächst in angenehmer Steigung an grasbewachsenen Hängen entlang in südwestliche Richtung. Das erste Etappenziel ist die markante Felspyramide des Köpfl (2518 m. - auch Spitzbrettköpfl genannt) mit dem Bauernbrachkogel (3125 m.) dahinter]


[Bild: Auf dem Weg ins Ochsenkar. Rechts der spitzen Felspyramide des Köpfl erkennt man ein im Schatten liegendes Schneefeld - In diesem Bereich verläuft der klettersteigartig versicherte Aufstieg zur Unteren Jägerscharte. Links die weltenferne Tenngrube]


[Bild: Blick vom Ochsenkar zum Köpfl. In plattigem, zunehmend rauer werdendem Terrain geht auf die Falllinie der Unteren Jägerscharte zu]


[Bild: Hände aus den Hosentaschen! Der Zustieg zur Unteren Jägerscharte erfordert die ersten leichten Kraxeleinlagen]


[Bild: Eine Panoramaroute wie der Gleiwitzer Höhenweg lädt zum regelmäßigen Blick in die Ferne ein...]


[Bild: Bei der Unteren Jägerscharte - Über rutschiges, von Felsplatten und -blöcken durchsetztes Gelände steigen wir in einer Rinne vorsichtig bergauf]


[Bild: Der Aufstieg zur Unteren Jägerscharte ist mit Drahtseilen und Eisenbügeln versichert. Die Schwierigkeit bewegt sich im Bereich A/K1]


[Bild: Die Untere Jägerscharte (2470 m.) wird dominiert vom Köpfl (2518 m.) - ein steiler Zahn!]


[Bild: Über den begrünten Felsgrat zwischen Unterer und Oberer Jägerscharte („Spitzbrett“ genannt) geht es mit Unterstützung von Drahtseilen in westliche Richtung empor]


[Bild: Blick vom Spitzbrett zurück zum Köpfl. Rechts in der Tiefe das einsame Gamskar]


[Bild: Knapp unterhalb der Oberen Jägerscharte - der Bauernbrachkogel (3125 m.) kommt immer näher!]


[Bild: Von der Oberen Jägerscharte (2752 m.) folgen wir dem Gleiwitzer Höhenweg über den Nordgrat des Kempsenkopf bergauf. Leider ist das Wetter mittlerweile deutlich wolkiger geworden]


[Bild: Unterwegs auf dem Kempsenkopf Nordgrat. In der dunstigen Ferne grüßen die wunderbaren Berchtesgadener Alpen herüber]


[Bild: Nachdem wir schließlich nach etwas weniger als 3 Stunden (ab Gleiwitzer Hütte) den Kempsenkopf (3090 m.) erreicht haben, statten wir auch noch dem nahen, unschwierig zu erreichenden Bauernbrachkogel (3125 m.) einen kurzen Besuch ab. Da sich der Hohe Tenn (3368 m.) mittlerweile in dichte Wolken hüllt, verwerfen wir indes die Gedanken an seine Besteigung und machen uns stattdessen direkt an den 1000-Hm-Abstieg zum Stausee Mooserboden. Unglücklicherweise büßen wir dabei im Folgenden fast alle gewonnen Höhenmeter beim Übergang zum Heinrich-Schwaiger-Haus ein]


[Bild: Ausblick vom Kempsenkopf (3090 m.) zum Stausee Mooserboden und zum Karlingerkees darüber]


[Bild: Vom Kempsenkopf (auch Kempsenkogel genannt) haben wir (trotz der Wolken) ein traumhaftes Panorama: Rechts unten der Stausee Wasserfallboden und links der bekanntere Stausee Mooserboden. Links im Hintergrund die Gletscher der zentralen Glocknergruppe um das Karlingerkees]


[Bild: Die höchsten Berge der Glocknergruppe im Zoom: Ganz links der König von Österreich - der Großglockner (3798 m.) - mit den spitzen Zacken von Glocknerhorn (3680 m.) und Teufelshorn (3677 m.) sowie der Glocknerwand (3721 m.) rechts daneben. Davor der Mittlere Bärenkopf (mit Nebelkappe) mit dem Westlichen Bärenkopfkees davor. Rechts das Karlingerkees mit der schwarzen Felsinsel des Schattseitköpfls (3172 m.) sowie Romariswandköpfen und Johannisberg (3453 m.) dahinter]


[Bild: Die Stauseen Wasserfallboden (rechts) und Mooserboden immer im Blick, geht es im Folgenden über die schottrig-geröllige Westflanke des Hohen Tenn in südliche Richtung bergab - das Ziel ist die Mooserboden-Staumauer im Hintergrund. Leider bedeutet das einen konsequenten Höhenverlust, da wir im Anschluss erneut ca. 700 Höhenmeter bergauf zum Heinrich-Schwaiger-Haus gehen müssen - aber im Angesicht des großartigen Panoramas fällt das Schlucken dieser bitteren Pille nicht ganz so schwer]


[Bild: Oberhalb vom Stausee Mooserboden. Das Wetter hat sich mittlerweile stark eingetrübt - keine Zeit zu verlieren! 700 serpentinengeprägte Hm stehen uns noch bevor]


[Bild: Auf dem sogenannten Haushofer-Weg geht es in zahlreichen Kehren (teilweise drahtseilgesichert aber technisch unschwierig) über die nordwestlichsten Ausläufer des Wiesbachhorns empor. Bei Schneelage oder sonstiger Glätte / Nässe kann der Aufstieg teilweise unangenehm werden, doch wir haben Glück. Das Ziel ist das auf einem Vorsprung wie ein Adlernest gelegene Heinrich-Schwaiger-Haus (2802 m.) - von dem aus wir morgen das Große Wiesbachhorn in Angriff nehmen werden]


Nach etwa 8,5 Stunden (mit Pausen) erreichen wir am Nachmittag schließlich unser ersehntes Ziel: das Heinrich-Schwaiger-Haus (2802 m.) - Der Gleiwitzer Höhenweg hat sich in der Tat als die traumhafte Panoramaroute entpuppt, die ich bereits von zahlreichen Personen ans Herz gelegt bekommen hatte. Zugleich will die Tour jedoch mit viel Schweiß und Konzentration verdient werden will. Nachdem wir unseren Aufstieg zur Gleiwitzer Hütte erst tags zuvor am frühen Nachmittag begonnen hatten, haben wir in den vergangenen gut 24 Stunden immerhin bereits (grob geschätzt) knapp 3.300 Hm bergauf und 1400 Hm bergab gesammelt - gar nicht mal so wenig. Und morgen kommen noch einmal rund 800 Hm bergauf und 1600 Hm bergab dazu. Für diese Tour muss man also in jedem Fall fit sein! Schade, dass es (wetterbedingt) dieses Mal nichts mit dem Hohen Tenn geworden ist! Aber wie heißt es doch so schön: „Die Berge laufen nicht weg“...

3. Tag: Heinrich-Schwaiger-Haus  -  Unterer Fochezkopf  -  Oberer Fochezkopf  -  Kaindlgrat  -  Großes Wiesbachhorn  -  Kaindlgrat  -  Oberer Fochezkopf  -  Unterer Fochezkopf  -  Heinrich-Schwaiger-Haus  -  Haushofer-Weg  -  Stausee Mooserboden

Früh am nächsten Morgen machen wir uns noch vor allen anderen auf den Weg, das Große Wiesbachhorn zu besteigen. Lediglich etwa 750 Hm und 2 Stunden Gehzeit trennen uns von diesem traumhaft schönen Gipfel, der zu den bekanntesten und begehrtesten Gipfeln der Glocknergruppe zählt. Es ist kühl und noch etwas wolkig, als wir um kurz nach 6 vor die Hütte treten. Zugleich überkommt mich umgehend dieses kribbelnde Gefühl, das man nur dann hat, wenn man sich in aller Früh anschickt, einen hohen 3000er (bzw. 4000er) zu besteigen. So eine Tour hat einfach ihren ganz eigenen Touch. Gletscherkontakt werden wir zwar heute nicht haben - aber hochalpin ist das Ganze (trotz der moderaten technischen Schwierigkeiten) allemal. Also, auf geht's in das Reich der 3000er!


[Bild: Von der Hütte führt ein gerölliger Pfad schräg nach links bergauf in Richtung einer steilen Felsstufe - des sogenannten „Klamml“ - eine steile, kaminartige Rinne, die mit Drahtseilen gesichert ist]


[Bild: Morgenstimmung beim Heinrich-Schwaiger-Haus (2802 m.) - Links der Johannisberg (3453 m.) über dem Karlingerkees im ersten Licht des Tages]


[Bild: Am Beginn des Klamml im Aufstieg zum Unteren Fochezkopf - ein Klettersteigset sollte in diesem Bereich eigentlich nicht notwendig sein, aber ein Helm ist (gerade wenn viel los ist!) ggf. anzuraten. Im Hintergrund das Heinrich-Schwaiger-Haus und der Stausee Mooserboden]


[Bild: Der Aufstieg zum Unteren Fochezkopf ist eine der schwierigsten Passagen beim Aufstieg zum Großen Wiesbachhorn]


[Bild: Johannisberg (3453 m. - links) und Hohe Riffl (3338 m.) mit dem spaltenreichen Karlingerkees davor]


[Bild: Die drahtseilgesicherten Passagen im Anstieg zum Unteren Fochezkopf werden immer wieder unterbrochen durch stark felsiges Gehgelände]


[Bild: Auf dem Unteren Fochezkopf (3022 m.) mit dem kleinen Fochezkees links. Das Große Wiesbachhorn im Hintergrund (davor der Obere Fochezkopf) wirkt noch sehr weit weg, dabei sind es nur noch etwas mehr als 500 Hm. Rechts hinten ist die Firnschneide des Kaindlgrates erkennbar]


[Bild: Der Hohe Tenn (3368 m.) im fahlen Morgenlicht]


[Bild: Blick zum Hinteren Bratschenkopf (3413 m. - links) und zur Klockerin (3422 m. - früher auch „Glock(n)erin“ genannt) mit den steil und wild abfallenden Ausläufern von Kaindlkees (links) und Oberem Klockerinkees]


[Bild: Vom Unteren Fochezkopf geht es unschwierig empor zum Oberen Fochezkopf, von dem sich der berühmte Kaindlgrat in all seiner (nur mehr spärlichen) Eleganz zeigt. Je nach Verhältnissen über oder neben der Firnschneide bergauf zum Gipfelaufbau des Großen Wiesbachhorns. Die ehemals eisige Nordwestwand (links) ist im Hochsommer nur mehr ein lebensgefährliches Steinschlagparadies]


[Bild: Am oberen Ende des Kaindlgrates (ca. 3250 mH) - das Teufelsmühlkees (rechts) wird links liegen gelassen]


[Bild: Am Fuße des Gipfelaufbaus des Großen Wiesbachhorns. Es gibt von hier aus mehrere Varianten, aber unsere Route führt auf direktem Weg über den westseitig ausgerichteten Felsrücken in die Südwestflanke und in ihr über Geröll und Blockwerk gipfelwärts]


[Bild: Endlich Sonne! Oberhalb des Teufelsmühlkess geht es über die geröllige Südwestflanke entspannt in Richtung Gipfel. In der Ferne grüßt der Großglockner (3798 m.) herüber]


[Bild: Tiefblick vom Großen Wiesbachhorn zum Teufelsmühlkees. Rechts im Hintergrund die Schobergruppe und links in der Ferne die Julischen Alpen]


[Bild: Über den Wolken...]


[Bild: Auf dem Gipfel des Großen Wiesbachhorns (3564 m.) in der Glocknergruppe in den Hohen Tauern - Was für ein Tag!]


[Bild: Blick vom Großen Wiesbachhorn zum Hohen Tenn (3368 m.) im Norden]


[Bild: In seiner näheren Umgebung ist das Große Wiesbachhorn (3564 m.) der absolute Herrscher und Dominator der nordöstlichen Glocknergruppe. Lediglich der Großglockner (3798 m.) und die an einen gezackten Reptilienrücken erinnernde Glocknerwand (3721 m. - rechts daneben) überragen es deutlich - Was für ein Aussichtspunkt!]


[Bild: Hochalpines Gipfelglück auf dem Großen Wiesbachhorn (3564 m.) - Der Großglockner (links) ist allgegenwärtig!]


[Bild: Nach einer ausgiebigen Gipfelrast machen wir uns schließlich an den Abstieg. Den Hinteren Bratschenkopf (3413 m. - rechts im Vordergrund) und das Teufelsmühlkees stets im Blick, geht es behutsam über die geröllige Gipfelflanke hinab]


[Bild: Abstieg vom Großen Wiesbachhorn - Links die Gipfel der zentralen, nach wie vor stark vergletscherten Glocknergruppe und rechts in der Ferne die „weltalte Majestät“, der Großvenediger (3657 m.) - Rechts unten der Stausee Mooserboden]


[Bild: Abstieg über die mäßig steile Gipfelflanke des Großen Wiesbachhorns in südwestliche Richtung. Das Gelände ist stark felsig und geröllig, aber technisch kaum schwierig. Bei schlechten Bedingungen (Vereisung oder Schneelage!) wird das Ganze rasch deutlich (!) schwieriger. Immerhin befinden wir uns hier weit jenseits der 3000m-Marke]


[Bild: Wieder am Beginn der Gipfelflanke und kurz vor dem Kaindlgrat - Blick über das ausgeaperte Kaindlkees zum Hinteren Bratschenkopf (3413 m.) - Rechts in der Tiefe der Stausee Mooserboden]


[Bild: Nach der Pflicht folgt die Kür: Auf dem Weg zurück zum Kaindlgrat, den mit Wolken dekorierten Hohen Tenn (3368 m.) immer vor Augen]


[Bild: Kaindlgrat im August 2018 - Links der Stausee Wasserfallboden und rechts der Hohe Tenn]


[Bild: Blick zurück über den Kaindlgrat zum Hinteren Bratschenkopf (3413 m.) und zur Klockerin (3422 m. - ganz rechts) - Links das spaltige Wielingerkees]


[Bild: Zwischen Oberem und Unterem Fochezkopf - Rechts in der Tiefe das Heinrich-Schwaiger-Haus (2802 m.) über dem Stausee Mooserboden. Links die Hohe Riffl (3338 m.) mit dem Karlingerkees]


[Bild: Spannende Perspektive! Das Heinrich-Schwaiger-Haus (2802 m.) ist wahrlich ein Adlernest par excellence und schmiegt sich in grandioser Position an die Ausläufer des Wiesbachhorns]


[Bild: Abstieg vom Unteren Fochezkopf durch das Klamml - Kräftig zupacken ist angesagt!]


[Bild: Wieder beim „Luginsland“ Heinrich-Schwaiger-Haus (2802 m.) - Mit Blick in Richtung Hohe Riffl (3338 m.), Karlingerkees und Stausee Mooserboden genießen wir bei Russ' und Radler unseren Gipfelsieg]


[Bild: Vom Heinrich-Schwaiger-Haus geht es (bei zunehmend wolkig-dampfigerem Hochsommerwetter) in zahlreichen, gerölligen Kehren über den Haushofer-Weg abwärts in Richtung Stausee]


[Bild: Kurz vor dem Stausee Mooserboden, von dem aus wir einen Bus zurück zum Parkplatz der Talstation der Gletscherbahn Kaprun nehmen. Der Stausee selber ist ebenfalls ein schönes und sehr beliebtes Tagesziel bei Touristen aus (z.B.) Zell am See]


[Bild: Stausee Wasserfallboden]


Nach 2,5 traumhaft schönen Tagen in der nordöstlichen Glocknergruppe ist der erste Gedanke, der mir kommt, als wir (müde, aber glücklich) die Region Kaprun-Zell-am-See am Nachmittag gen Norden verlassen, dass ich langfristig wieder viel häufiger Touren jenseits der 3000m gehen will (und muss). Touren inmitten von (leider immer spärlicher werdendem) Schnee und Eis - ob nun in den Hohen Tauern, den Zillertalern, den Stubaiern oder den Ötztalern - haben einfach etwas Besonderes...das man so in den Nördlichen Kalkalpen kaum findet.


Das Große Wiesbachhorn (3564 m.) als eigenständiges, hochalpines Bergwandertourenziel kann ich wärmstens empfehlen. Wer vergleichbar ausgeaperte Verhältnisse wie wir vorfindet (und dem wird im Zuge des Klimawandels immer häufiger so sein), trittsicher ist und ein Mindestmaß alpiner Erfahrung aufweist, wird mit dem Berg (bei guten Verhältnissen!) kaum Probleme haben. Man bekommt hier für einen relativ überschaubaren Aufwand ein grandioses „Paket“ aus Stauseen, Gletschern und Hohe-Tauern-Glockerambiente. Wer das Ganze dann noch mit dem Gleiwitzer Höhenweg verbindet und (im Gegensatz zu uns) sogar zusätzlich noch den Hohen Tenn besteigt, dem mangelt es definitiv an nichts. Wer diese Tour bei ähnlich schönem Wetter geht wie wir, der wird mit einem Füllhorn schöner Erinnerungen zurückkehren. Ja - die Ziele, sie gehen (glücklicherweise) niemals aus...


[Bild: Inmitten der grandiosen Hochgebirgslandschaft der nordöstlichen Glocknergruppe - Abstieg vom Heinrich-Schwaiger-Haus zum Stausee Mooserboden nach geglückter Besteigung des Großen Wiesbachhorns. Links das Karlingerkees mit Johannisberg (3453 m. - links) und Hoher Riffl (3338 m.) - Was für ein schöner Tag]


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