Schwierigkeitsskala für Hochtouren

stefanmitterer.de

Die SAC-Berg- und -Hochtourenskala ist eine vom SAC (Schweizer Alpen-Club) speziell für hochalpine Fels- und Eistouren entwickelte Schwierigkeitsskala. Sie dient der Graduierung der einzelnen Routen als Referenz bei normalen und trockenen Wetterbedingungen und orientiert sich jeweils an der Schlüsselstelle. Als Abkürzung werden häufig auch die französischen Bezeichnungen benutzt.

Ab dem Grad WS / PD kann mit + und - noch fein abgestuft werden.

Größere Abweichungen innerhalb einer Route werden z. B. so gekennzeichnet: „ZS im Grat, WS- Anstieg zum Gipfel“. Kommt eines der Hilfskriterien erschwerend dazu, wird der Grad um ⅓ Stufe angehoben. (z. B. von WS+ auf ZS-), bei mehreren um ⅔ Stufen (von S+ auf SS).

Für die Kletterpassagen gilt die UIAA-Skala in römischen Ziffern.

Grad

Fels

UIAA-Grad

Firn und Gletscher

Beispiele

L
F

leicht / facile
einfaches Klettergelände, das den Gebrauch der Hände erfordert (Geröll, einfacher Blockgrat). Es ist die einfachste Form des Felskletterns. Anfänger müssen am Seil gesichert werden.

ab I

Einfache Firnhänge, kaum Spalten

Similaun, Hochwilde, Hochfeiler, Keeskogel, Monte Vioz, Gran Paradiso, Allalinhorn   (Normalwege)

-
WS
PD
+

wenig schwierig / peu difficile
vorwärtskommen geschieht durch einfache Griff- und Trittkombinationen (Drei-Punkt-Regel). Kletterstellen sind übersichtlich und nur mäßig exponiert.

ab II

In der Regel wenig steile Hänge, kurze steilere Passagen, wenig Spalten. Rückzug immer möglich.

Olperer, Weißkugel, Ruderhofspitze, Schrankogel, Weissmies, Mont Blanc    (Normalwege)

-
ZS
AD
+

ziemlich schwierig / assez difficile
es muss wiederholt gesichert werden. Routinierte Seilhandhabung und guter Routensinn erforderlich. Bereits recht lange und exponierte Kletterstellen vorhanden.

ab III

Steilere Hänge, gelegentlich bereits Standplatzsicherung notwendig. Viele Spalten, kleiner Bergschrund. Rückzug unter Umständen bereits problematisch.

Eiger, Bietschhorn, Watzespitze, Piz Bernina - Biancograt, Matterhorn - Hörnligrat  / Liongrat

-
S
D
+

schwierig / difficile
guter Routensinn und effiziente Seilhandhabung notwendig. Kletterstellen sind lang und erfordern häufig Standplatzsicherung.

ab IV

Sehr steile Hänge, meistens Standplatzsicherung erforderlich. Viele Spalten, grosser Bergschrund. Rückzug nur noch selten möglich.

Eiger - Mittellegigrat, Grand Dru, Schreckhorn - Lauteraarhorn Traversierung, Matterhorn - Zmuttgrat

-
SS
TD
+

sehr schwierig / très difficile
in den schwierigen Abschnitten durchgehend Standplatzsicherung notwendig. Wandrouten oder große Gratrouten mit sehr anspruchsvollen und anhaltenden Kletterpassagen. Touren dieser Schwierigkeit zählen zu den großen Unternehmungen der Alpen.

ab V

Anhaltendes Steilgelände, durchgehende Standplatzsicherung.

Doldenhorn - Ostgrat, Cima della Madonna - Schleierkante, Matterhorn - Furggengrat

-
AS
ED
+

äußerst schwierig / extremement difficile
Wanddurchstiege, welche größtes Engagement erfordern.

ab VI

Sehr steile und senkrechte Stellen erfordern Eiskletterei.

Grandes Jorasses Walkerpfeiler, Eiger-Nordwand - klassische Route

-
EX
ABO
+

extrem schwierig / abominable difficile
Keine wörtlichen Entsprechungen mehr.

ab VII

 

Eiger-Nordwand Tschechenroute
 

[Quelle]

 

SAC-Wanderskala

Die neue SAC-Wanderskala dient der Bewertung von Bergwanderwegen und wurde 2002 durch den SAC eingeführt. Sie ist in sechs verschiedene Grade eingeteilt: T1 (leichteste) bis T6 (schwierigste) wobei «T» für "Tourism" steht. Die neue Skala löste die bisher verwendete dreiteilige Wanderskala (B, BG, EB) ab. Die alte Skala war im Vergleich mit den übrigen Skalen (z. B. SAC-Berg- und -Hochtourenskala) zu grob und ungenau. Zudem verwirrte die Namensgebung (Berggänger etc.).

Grad Weg/Gelände Anforderungen Beispiele
T1
Wandern
Weg gut gebahnt. Falls nach SAW-Normen markiert: gelb. Gelände flach oder leicht geneigt, keine Absturzgefahr Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich. Wenig Ausdauer Männlichen - Kleine Scheidegg, Hüttenweg Jurahaus, Cabane Mont Raimeux, Strada Alta Leventina, Vermigelhütte
T2
Bergwandern
Durchgehend gut ersichtlicher und gut begehbarer Weg. Falls SAW-markiert: weiss-rot-weiss. Teilweise steil. Absturzgefahr möglich Trekkingschuhe empfehlenswert. Etwas Trittsicherheit erforderlich. Elementares Orientierungsvermögen. Etwas Ausdauer Wildhornhütte, Bergseehütte, Täschhütte ab Täschalp, Passo Campolungo, Capanna Cristallina von Ossasco
T3
anspruchsvolles Bergwandern
Weg nicht durchgehend sichtbar. Heikle Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell sind die Hände fürs Gleichgewicht nötig. Falls markiert: weiss-rot-weiss. Teilweise exponiert mit Absturzgefahr. Schrofen und Geröllflächen möglich. Gute Trekkingschuhe erforderlich. Gute Trittsicherheit. Gutes Orientierungsvermögen. Gute Ausdauer. Elementare Alpine Erfahrung Hohtürli, Sefinenfurgge, Fründenhütte, Grosser Mythen, Pizzo Centrale vom Gotthardpass
T4
Alpinwandern
Wegspur kaum vorhanden. An gewissen Stellen benötigt man die Hände zum Weiterkommen. Falls markiert: weiss-blau-weiss. Recht exponiert, heikle Grashalden und Schrofen. Apere Gletscher und einfache Firnfelder.

Hinweis: Ältere Wege mit dem Schwierigkeitsgrad T4 sind heute noch oft mit Rot-Weiss-Rot markiert.

Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wetterumschwung kann ein Rückzug schwierig werden Fornohütte, Schreckhornhütte, Dossenhütte, Mischabelhütte, Übergang Voralphütte-Bergseehütte, Vorder Glärnisch, Steghorn (Leiterli) Piz Terri, Pass Casnile Sud
T5
anspruchsvolles Alpinwandern
Oft weglos. Einfache Kletterstellen. Falls markiert: weiss-blau-weiss. Exponiertes und anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr. Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Seil und Pickel Cabane de la Dent Blanche, Bütlasse, Salbitbiwak, Sustenjoch Nordflanke, Bristen, Pass Cacciabella
T6
schwieriges Alpinwandern
Meist weglos. Kletterstellen bis II. Kaum markiert. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände. Gletscher mit hoher Ausrutschgefahr Bergschuhe. Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen. Ausgereifte Alpinerfahrung. Erfahrung im Umgang mit alpinen Hilfsmitteln (Pickel, Seil, Steigeisen) Niesengrat (Fromberghorn Nord), Glärnisch Guppengrat, Via Alta della Verzasca
 

Vergleich mit der Hochtourenskala

Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass die Wanderskala dort aufhört, wo die Hochtourenskala anfängt. Tatsächlich ist eine Wanderung vom Grad T5 oder T6 normalerweise bedeutend schwieriger als eine Hochtour mit dem Grad L. Der wesentlichste Unterschied ist, dass bei Wanderungen im Grad T5/T6 kaum Sicherungsmöglichkeiten vorhanden sind und somit das Gelände absolut beherrscht werden muss. Obwohl ein Vergleich der beiden Skalen schwierig ist, kann jedoch gesagt werden, dass eine T6-Route in etwa gleiche Anforderungen an den Wanderer stellt wie eine Route im Bereich WS bis ZS-.

[Quelle]

 

Schwierigkeitsskala Klettern

Bewertung

Erklärung

I

Geringe Schwierigkeiten. Einfachste Form der Felskletterei (doch kein leichtes Gehgelände!). Die Hände sind zur Unterstützung des Gleichgewichtes erforderlich. Anfänger müssen am Seil gesichert werden. Schwindelfreiheit ist bereits erforderlich.

II

Mäßige Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei, welche die Drei-Punkt-Haltung erforderlich macht.

III

Mittlere Schwierigkeiten. Zwischensicherungen an exponierten Stellen empfehlenswert. Senkrechte Stellen verlangen bereits Kraftaufwand. Geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern.

IV

Große Schwierigkeiten. Hier beginnt die Kletterei schärferer Richtung. Erhebliche Klettererfahrung notwendig. Längere Kletterstellen bedürfen meist mehrerer Zwischensicherungen. Auch geübte und erfahrene Kletterer bewältigen Passagen dieser Schwierigkeit gewöhnlich nicht mehr ohne Seilsicherung.

V

Sehr große Schwierigkeiten. Zunehmende Anzahl an Zwischensicherungen ist die Regel. Erhöhte Anforderungen an körperliche Voraussetzungen, Klettertechnik und Erfahrung. Lange hochalpine Routen im Schwierigkeitsgrad V zählen bereits zu den ganz großen Unternehmungen in den Alpen und außeralpinen Regionen.

VI

Überaus große Schwierigkeiten. Die Kletterei erfordert weit überdurchschnittliches Können und hervorragenden Trainingsstand. Große Ausgesetztheit, oft verbunden mit kleinen Standplätzen. Passagen dieser Schwierigkeit können in der Regel nur bei guten Bedingungen bezwungen werden.

VII

Außergewöhnliche Schwierigkeiten. Ein durch gesteigertes Training und verbesserte Ausrüstung erreichter Schwierigkeitsgrad. Auch die besten Kletterer benötigen ein an die Gesteinsart angepasstes Training, um Passagen dieser Schwierigkeit nahe der Sturzgrenze zu meistern. Neben akrobatischem Klettervermögen ist das Beherrschen ausgefeilter Sicherungstechnik unerlässlich.

VIII und darüber

keine wörtliche Entsprechung
 

 

Vergleich verschiedener Routenbewertungssysteme
 
Sierra
(USA)
British
(UK)
Adj/Tech
Franzö-
sisch
UIAA
(Mittel-
europa)
Austra-
lien
Sächsisch
(Sachsen/
Nordböhmen*)
Finn-
land
Brasi-
lien
Fb-
Skala
 
5.2     1 I   I   Isup  
5.3     2 II 11 II   II  
5.4     3 III 12 III   IIsup 2
5.5 4a VD 4 IV   IV   III 3
5.6   S 5a V− 13 V 5− IIIsup  
5.7 4b HS   V 14 VI 5 IV 4a
  4c   5b  V+ 15        
5.8   VS   VI− 16 VIIa 5+ IVsup  
5.9 5a HVS 5c VI 17 VIIb   V 4b
5.10a   E1 6a VI+ 18 VIIc 6− Vsup  
5.10b 5b   6a+ VII− 19 VIIIa   VI  
5.10c   E2 6b VII 20 VIIIb 6    
5.10d 5c   6b+ VII+ 21 VIIIc   VIsup 4c
5.11a   E3 6c VII+/VIII− 22   6+ VIIa 5a
5.11b     6c+ VIII− 23 IXa      
5.11c 6a E4 7a VIII 24 IXb 7− VIIb 5b
5.11d     7a+ VIII+ 25 IXc 7 VIIc 5c
5.12a   E5 7b VIII+/IX− 26   7+ VIIIa 6a
5.12b 6b   7b+ IX−   Xa 8− VIIIb 6b
5.12c   E6 7c IX 27 Xb 8 VIIIc 6c
5.12d 6c   7c+ IX+ 28 Xc 8+ IXa 7a
5.13a   E7 8a IX+/X− 29   9− IXb 7a+
5.13b             9 IXc 7b
5.13c 7a   8a+ X− 30 XIa 9+ Xa 7b+
                  7c
5.13d   E8 8b X 31 XIb 10− Xb 7c+
5.14a     8b+ X+ 32 XIc ** 10 Xc 8a
5.14b 7b   8c X+/XI−     10+ XIa 8a+
5.14c   E9 8c+ XI− 33   11−   8b
5.14d 7c   9a XI     11   8b+
                  8c
5.15a     9a+ XI+     11+   8c+
5.15b     9b XI+/XII−          
5.15c     9b+ XII−          
Sierra
(USA)
British
(UK)
Adj/Tech
Franzö-
sisch
UIAA
(Mittel-
europa)
Austra-
lien
Sächsisch
(Sachsen/
Nordböhmen*)
Finn-
land
Brasi-
lien
Fb-
Skala
 

 

Technisches Klettern

Die Bewertungsskala im technischen Klettern reicht von A0 bis A5. Dabei entspricht A0 im Prinzip dem Freiklettern, wobei einzelne Sicherungspunkte zum Festhalten oder Treten benutzt werden. Bei einer Schwierigkeit von A5 findet die Fortbewegung nur noch an künstlichen Haltepunkten statt, die – mit Ausnahme der Standplatzsicherungen – gerade noch das Körpergewicht des Kletterers tragen. Ein Ausbrechen eines der Haltepunkte in einer A5-Route führt in Folge zum Ausbrechen der gesamten Haltepunktkette, zu weiten Stürzen meist bis in die Standplatzsicherung hinein und endet mit hoher Wahrscheinlichkeit mit ernsthaften Verletzungen.

Skala

Beschreibung

A0

ein Sicherungspunkt wird zur Fortbewegung (als Tritt oder Griff) verwendet

A1

eine Trittschlinge wird eingehängt und verwendet

A2

zwei Trittschlingen oder Trittleitern werden zur Fortbewegung verwendet

A3

zwei Trittleitern – die Haken sind aber von schlechter Qualität

A4

wie A3 unter schwierigeren Bedingungen (Sicherungspunkte sind schlecht anzubringen) und die Überwindung der Kletterpassage verlangt Kraft und Ausdauer

A5

Die Fortbewegung erfolgt ausschließlich oder fast ausschließlich an künstlichen Haltepunkten, deren Qualität überdies meist so schlecht ist, dass ein Sturz erst von der Standplatzsicherung gehalten wird.
 

 

Schwierigkeitsskala Klettersteig

A (wenig schwierig)

K1

Schwierigkeit: einfach

Gelände: flach bis steil, meist felsig oder von Felsen durchsetzt, ausgesetzte Passagen möglich
Sicherung: Drahtseile, Ketten, Eisenklammern („Klampfen”) und vereinzelt kurze Leitern; Begehung größtenteils ohne Verwendung der Sicherungseinrichtungen möglich
Voraussetzungen: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit empfohlen, Bürokondition (hängt allerdings von der Länge der Tour ab)
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung empfohlen. Geübte Geher werden hier auch ohne Selbstsicherungen anzutreffen sein. Gesichert gehen ist aber keine Schande!

B (mäßig schwierig)

K2

Schwierigkeit: einfach bis mäßig schwierig, teilweise etwas anstrengender oder kräfteraubend

Gelände: steileres Felsgelände, teilweise kleine Tritte, mit ausgesetzten Stellen ist auf jeden Fall zu rechnen
Sicherung: Drahtseile, Ketten, Eisenklammern, Trittstifte, längere Leitern (u. U. auch senkrecht); Begehung ohne Sicherungseinrichtungen möglich, aber Schwierigkeiten bis zum 3. Schwierigkeitsgrad
 (UIAA) sind zu erwarten
Voraussetzungen: wie bei A, allerdings bessere Kondition und etwas Kraft und Ausdauer in Armen und Beinen deutlich von Vorteil
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung empfohlen; Begehung auch im Seilschaftsverband möglich

C (schwierig)

K3

Schwierigkeit: größtenteils schwierig, anstrengend und kräfteraubend

Gelände: steiles bis sehr steiles Felsgelände, meist kleine Tritte, längere bzw. sehr häufig ausgesetzte Passagen
Sicherung: Drahtseile, Eisenklampfen, Trittstifte, oft längere und sogar überhängende Leitern, Klammern und Stifte können auch weiter auseinander liegen; in senkrechten Abschnitten manchmal auch nur ein Drahtseil; Begehung ohne Benutzung der fixen Sicherungseinrichtungen möglich, Schwierigkeiten liegen aber oft schon im 4. Schwierigkeitsgrad (UIAA)
Voraussetzungen: gute Kondition, da längere Anstiege in diesem Schwierigkeitsgrad bereits zu den großen Klettersteig-Unternehmen zählen
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung wie B ist dringend zu empfehlen, Ungeübte bzw. Kinder sind ev. sogar ans Seil zu nehmen.

D (sehr schwierig)

K4

Schwierigkeit: sehr schwierig, sehr anstrengend und sehr kräfteraubend

Gelände: senkrechtes, oft auch überhängendes Gelände; meist sehr ausgesetzt
Sicherung: Drahtseil, Eisenklammern und Trittstifte (liegen vielfach weit auseinander); an ausgesetzten und steilen Stellen oftmals nur ein Drahtseil
Voraussetzungen: wie bei C, allerdings guter körperlicher Zustand, genug Kraft in Armen und Händen, da längere senkrechte bis überhängende Stellen auftreten können; auch kleinere Kletterstellen (bis zum 2. Schwierigkeitsgrad) ohne Sicherungseinrichtungen sind möglich
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung obligatorisch, selbst erfahrene Klettersteiggeher sind im Seilschaftsverband anzutreffen; für Anfänger und Kinder nicht empfehlenswert

E (extrem schwierig)

K5

Schwierigkeit: extrem schwierig, da sehr anstrengend und äußerst kräfteraubend

Gelände: senkrecht bis überhängend; durchwegs ausgesetzt; sehr kleine Tritte oder Reibungskletterei
Sicherung: wie D, allerdings öfter mit Kletterei kombiniert
Voraussetzungen: viel Kraft in Händen (Fingern), Armen und Beinen, erhöhtes Maß an Kondition, Beweglichkeit, über längere Strecken kann die Hauptlast auf den Armen liegen
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung obligatorisch, Seilschaftsverband gerade bei Touren mit Stellen ohne Sicherungseinrichtungen überlegenswert; für Anfänger und Kinder nicht zu empfehlen

F (mehr als extrem schwierig)

K6

Schwierigkeit: mehr als extrem schwierig, da sehr anstrengend und äußerst kräfteraubend und gute Klettertechnik unabdingbar ist

Gelände: primär überhängend; ausgesetzt; sehr kleine Tritte oder Reibungskletterei
Sicherung: wie E, kombiniert mit Kletterei
Voraussetzungen: wie E, jedoch gutes Kletterkönnen obligatorisch
Ausrüstung: Klettersteigausrüstung obligatorisch, Top-Rope Sicherung empfehlenswert; nicht empfehlenswert für Personen, die den Schwierigkeitsgrad E nicht einfach beherrschen.

 

Eisklettern und Mixed-Klettern

Für das Eis- und Mixed-Klettern gibt es ebenfalls eigene Skalen. Die tatsächliche Schwierigkeit bei Eisfällen und Mixedtouren ist von Faktoren wie Eisbildung, Temperatur, Sonneneinstrahlung und ähnlichem abhängig und kann um bis zu eineinhalb Grade von der angegebenen Schwierigkeit abweichen.

Mixed-Routen werden mit der zwölfstufigen M-Skala bewertet. Bei den Graden wird mit + oder – eine feinere Einstufung erreicht.

Die Schwierigkeit beim Eisklettern wird mit der siebenstufigen WI-Skala bewertet, WI steht für Water Ice.

Skala

Steilheit [°]

Eiszustand

Sicherungsmöglichkeiten

Sonstiges

WI1

40–60

kompaktes Eis

Sicherungen sind leicht anzubringen

 

WI2

60–70

kompaktes Eis

gute Sicherungsmöglichkeiten

 

WI3

70–80

kompaktes Eis

gute Sicherungsmöglichkeiten

abwechselnd steilere und flachere Passagen

WI4

80

kurze Passagen mit Röhreneis möglich

gute Sicherungsmöglichkeiten

kurze Abschnitte senkrechtes Eis möglich

WI5

85–90

kurze Passagen mit Röhreneis möglich

gute Sicherungsmöglichkeiten

längere senkrechte Passagen

WI6

90

Röhreneis und freistehende Eissäulen

teilweise schlechte Sicherungsmöglichkeiten

 

WI7

überhängend

dünne freistehende Eissäulen, freihängendes Eis

sehr schlechte Sicherungsmöglichkeiten

 

[Quelle]

 

SAC-Schneeschuhtourenskala

Grad Gelände Gefahren Anforderungen Beispieltouren
WT1
Leichte Schneeschuhwanderung

< 25°. Insgesamt flach oder wenig steil

In der näheren Umgebung sind keine Steilhänge vorhanden

Keine Lawinengefahr

Keine Abrutsch- oder Absturzgefah

Lawinenkenntnisse nicht notwendig BuffaloraJufplaun, Goldau–Wildspitz, Zettenalp, La LécheretteMt. Chevreuil, Chasseron
WT2
Schneeschuhwanderung

< 25°. Insgesamt flach oder wenig steil

In der näheren Umgebung sind Steilhänge vorhanden

Lawinengefahr

Keine Abrutsch- oder Absturzgefahr

Grundkenntnisse im Beurteilen der Lawinensituation Val S-charl (Talboden), Parpan–Churer Joch, Dreibündenstein, Realp–Tiefenbach, Hundsrügg, SolalexPas de Cheville, La Dôle, Alpe CasaccioCampo Solario
WT3
Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung

< 30°. Insgesamt wenig bis mässig steil

Kurze steilere Passagen

Lawinengefahr

Geringe Abrutschgefahr, kurze, auslaufende Rutschwege

Grundkenntnisse im Beurteilen der Lawinensituation Munt Buffalora, Mattjisch Horn, Buochserhorn, Hengst (Schrattenflue), Turnen, Bürglen, Staldhorn, Croix de Javerne (N-Grat), Campo Solario–Passo del Sole–Cap. Cadagno
WT4
Schneeschuhtour

< 30°. Mässig steil

Kurze steilere Passagen und/oder Hangtraversen. Teilweise felsdurchsetzt. Spaltenarme Gletscher

Lawinengefahr

Abrutschgefahr mit Verletzungsrisiko. Geringe Absturzgefahr

Gute Kenntnisse im Beurteilen der Lawinensituation

Gute Lauftechnik. Elementare alpinistische Kenntnisse

Piz Calderas, Schilt, Bannalp–Chaiserstuel, Hohgant, Steghorn, Wistätthorn, Col de Chaude–Rochers de Naye, Madrano–Föisc
WT5
Alpine Schneeschuhtour

< 35°. Steil

Kurze steilere Passagen und/oder Hangtraversen und/oder Felsstufen. Gletscher

Lawinengefahr

Absturzgefahr. Spaltensturzgefahr. Alpine Gefahren

Gute Kenntnisse im Beurteilen der Lawinensituation

Gute alpinistische Kenntnisse. Sicheres Gehen

Piz Kesch, Piz Buin, Sustenhorn, Wildstrubel, Wandflueh, Äbeni Flue, Strahlhorn, Pigne d’Arolla, Basodino
WT6
Anspruchsvolle alpine Schneeschuhtour

> 35°. Sehr steil

Anspruchsvolle Passagen und/oder Hangtraversen und/oder Felsstufen. Spaltenreiche Gletscher

Lawinengefahr

Absturzgefahr. Spaltensturzgefahr. Alpine Gefahren

Gute Kenntnisse im Beurteilen der Lawinensituation

Sehr gute alpinistische Kenntnisse. Sicheres Gehen in Fels, Firn und Eis

Piz Palü, Tödi, Galenstock, Wetterhorn, Jungfrau, Mont Vélan, Pizzo Campo Tencia

[Quelle]